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Lauras kleiner Flohmarkt in Ahlum berührt die Herzen

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Von: Kai Zuber

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Ein Mann und ein kleines Mädchen präsentieren für einen Flohmarkt zusammengestellte Bücher und Spielzeug.
Laura Knopf und Fördervereinschef Marcus Lüer nutzten das schlechte Wetter für einen kleinen Flohmarkt im trockenen Gerätehaus. © Kai Zuber

Wer an diesem Sonnabend eine Veranstaltung im Freien veranstalten wollte, hatte wettertechnisch keine guten Voraussetzungen. Bereits am Nachmittag wollten die Kameraden der Ahlumer Feuerwehr mit dem Traktor und Anhänger von Wehrleiter Hendrik Becker die abgeschmückten Tannen im Ort einsammeln. Pünktlich dazu fing es an zu regnen.

Ahlum – Da genügend Helfer gekommen waren, wurden zwei Gruppen gebildet. Eine sammelte die Bäume ein, die anderen bereiteten das Spritzenhaus für die Veranstaltung am Abend vor.

Ein Feuerwehrmann steht in voller Montur neben einem ausgedienten und lichterloh brennenden Weihnachtsbaum.
Kamerad Erik Hardewijk verbrannte am lodernden Feuer die Reste von Weihnachten. © Kai Zuber

Doch als gegen 18 Uhr die Weihnachtsbäume angezündet wurden, verschlechterte sich das Wetter weiter. „Neben peitschenden Regen stürmte es fürchterlich. Da wurde allen Protagonisten schnell klar, viele Einwohner werden an diesem Tag wohl lieber auf dem Sofa daheim verbringen“, so Fördervereinschef Marcus Lüer. Und so war es dann auch: Nur wenige Bürger waren erschienen. Da der Qualm direkt unter die Überdachung des Grillplatzes zog, verzögerte sich die Essensversorgung. Als dann die brennende Feuerschale neu positioniert war, gab es endlich was Gegrilltes für die wenigen hungrigen Mäuler.

Die kleine Laura, Tochter vom Kassenwart des Ahlumer Fördervereins der Feuerwehr Holger Knopf, hatte vor Kurzem festgestellt, dass sie ziemlich „blank“ sei. Daraufhin hatte sie eine Idee: Laura sortierte alte Spielsachen und Zeitschriften aus und veranstaltete im Gerätehaus einen kleinen Flohmarkt. Dann erklärte sie dem Vorstandsvorsitzenden Marcus Lüer, dass sie die Hälfte ihrer Einnahmen dem Förderverein spendet. Und dieses Geschäftsmodell funktionierte, am Ende war es ein kleiner feiner Betrag, der im Spendenwürfel landete.

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