Dährer Ratssitzung: Marode Straße nach Kleistau / Agrargenossenschaft investiert 2,8 Millionen Euro

„Flickerei ist Geld versenken"

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Die marode Straße nach Kleistau gleicht schon jahrelang einem Flickenteppich. Pflaster, Betonplatten und Asphalt wechseln sich ab. Eine Sanierung der Straße rückt aufgrund der schlechten Dährer Gemeindefinanzen in weite Ferne.

Dähre. Klaus Schulz brachte es in der Dährer Ratssitzung am Montagabend auf den Punkt: „Wir haben einen Eimer, der hat 100 Löcher und wir haben ganze drei Pfropfen, um ihn zu stopfen. “ Das Thema waren nötige Sanierungsarbeiten an Straßen im Gemeindegebiet.

Speziell ging es in der Diskussion um die Straße nach Kleistau, die schon des Öfteren Thema in Dährer Ratssitzungen war. Die Strecke teilt sich in Pflaster, Beton und Asphaltstraße auf – mit diversen Löchern und Kanten. Gesprochen wurde darüber, ob der Weg in einem Stück oder nach und nach saniert werden könnte. Problem dabei: Fördermittel vom Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung (ALFF) gibt es in naher Zukunft nicht, wie Bürgermeister Harald Heuer mitteilte.

Heuer rechnete in einer Schätzung mit rund 300 000 Kosten für eine komplett neue Straße. „Konkrete Zahlen sage ich euch zur nächsten Ratssitzung“, versprach der Ortschef, dass dann auch ein Überblick über die Kassenlage der Gemeinde vorliegt. Erst dann kann geschaut werden, was überhaupt machbar ist. Klaus Schulz hatte die Flickerei – auch an anderen Gemeindestraße – als „Geld versenken“ bezeichnet. Schulz meinte aber auch: „Das Geld ist einfach nicht da.“ Prof. Willi Grunewald war verärgert: „Wir müssen aber konstruktiv mal anfangen. Dann machen wir es eben stückweise.“

Von David Schröder

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