Der Findling im Kindergarten-Sandkasten

Mit dem Radlader und einer stabilen Eisenkette konnte der schwere Stein im Sandkasten geborgen und abtransportiert werden. Foto: Zuber

Bornsen. Etliche Zentner ist der wuchtige Findling schwer. Im Wald würde der riesige Bollerstein als Überbleibsel der jüngsten Eiszeit nicht stören. Doch zu allem Ungemach lag er an der falschen Stelle: Mitten im Sandkasten der Bornsener Kindertagesstätte „Haus der Zwerge“.

Das Gelände im Garten der Einrichtung war früher eine Kiesgrube. Nun war der Stein nicht so einfach wegzubekommen. Doch in Bornsen wird bei solchen Problemen nicht lange gefackelt. Schließlich könnten sich die Jungen und Mädchen ja beim Spielen im Sandkasten an dem Stein verletzen. Also stellte Kindergartenleiterin Kerstin Schröder gemeinsam mit dem Jübarer Ratsherrn Henning Stegemann sowie Kindern und Eltern einen Einsatzplan auf: In Phase eins übernahmen die Kinder mit ihren kleinen Geräten das Ausbuddeln des Findlings – allen voran der zweijährige Vincent. Schließlich erledigten seine erwachsenen Helfer mit schwerer Technik den Rest der Arbeiten.

Ronny Mickoleit, Steffi Mickoleit und Lothar Prang waren maßgeblich an dem Großeinsatz beteiligt. Traktor und Radlader kamen dabei zum Einsatz, um den schweren Stein aus dem Sandkasten der Kindertagesstätte zu ziehen. Als dann noch etwa fünf Tonnen frischer Kies mit dem Radlader angefahren wurden, war die Aktion „Findling im Sandkasten“ zur Zufriedenheit aller Beteiligten abgeschlossen.

„Das Entfernen des Findlings erfolgte komplett ehrenamtlich. Wir danken daher im Namen aller Knirpse den fleißigen Eltern und Großeltern“, sagte die Kindergartenleiterin der Altmark-Zeitung.

Von Kai Zuber

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