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Feuerwehren hatten in Apenburg Schlimmeres verhindert

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Von: Christian Reuter

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Brand
Am ersten Juniwochenende hatte es in einer Plastik- und Recyclingfabrik in Apenburg einen Großbrand gegeben. 28 Wehren mit 283 Aktiven waren im Einsatz und konnten Schlimmeres, nämlich ein Übergreifen auf nahe Wohnhäuser, verhindern. © Kai Zuber

Einen Großbrand mit einer Schadenssumme von etwa 100.000 Euro hatte es am ersten Juniwochenende auf dem Gelände einer Plastik- und Recyclingfabrik in Apenburg gegeben (AZ berichtete). 28 Feuerwehren mit 283 Aktiven hatten durch ihren Einsatz Schlimmeres verhindert, nämlich ein Übergreifen der Flammen auf Wohnhäuser in unmittelbarer Nähe zur Fabrik. Der Brand wurde während der jüngsten Sitzung des Rates der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf ausgewertet.

Beetzendorf / Apenburg. „Die Zusammenspiel der Wehren untereinander hat hervorragend geklappt. Ein großer Dank geht an alle Kameraden der Feuerwehren, aber auch an die Einwohner und Firmen, die die Einsatzkräfte mit Essen und Getränken versorgten“, lobte der VG-Bürgermeister Michael Olms. Kein Verständnis hatte er dagegen mit den Schaulustigen, die die Löscharbeiten behinderten. „Schaulustige haben am Einsatzort nichts zu suchen“, betonte Olms.

Der Feuerwehreinsatz in Apenburg entwickelte sich zu einer regelrechten Materialschlacht. Die Kameraden benötigten 210 Schläuche, 2.000 Liter Schaumbildner wurden verbraucht, und 80 Atemschutzflaschen mussten vor Ort nachgefüllt werden, führte der VG-Bürgermeister aus. Und fügte noch hinzu: „Hoffentlich kommt man der Ursache auf den Grund und wir bleiben in Zukunft davon verschont.“

Der Brand war am Abend des 3. Juni, dem Freitag vor dem Pfingstwochenende, ausgebrochen. Erst am Nachmittag des 4. Juni konnte das Gelände an den Eigentümer übergeben werden. Weitere Einsätze der Feuerwehr waren allerdings am 5., 7. und 10. Juni notwendig, da es immer noch Glutnester in den Plastikabfällen gegeben habe, teilte Olms auf AZ-Nachfrage mit.

Auch Daniel Rieck, der Vorsitzende des VG-Feuerschutzausschusses, dankte den Kameraden und den Bürgern. „Zum Glück ist es noch einmal gut gegangen“, sagte er. Gerade bei solchen Einsätzen wie in Apenburg und bei Flächen- und Waldbränden zeige sich, wie wichtig Löschfahrzeuge für die Wehren sind. Im September dieses Jahres sollen die Feuerwehren in Beetzendorf und Winterfeld jeweils ein HLF 20 erhalten.

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