Brandbekämpfer von Beetzendorf und Rohrberg arbeiten Hand in Hand

Feuerwehr übt: Kinder in Käcklitz gerettet

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Ein vermeintlich verletztes Kind (Tino Schulz) wurde von den Rettungskräften aus der Gefahrenzone gebracht und versorgt. Die Einsatzkräfte arbeiteten eng zusammen.

Beetzendorf / Käcklitz. Dicke Rauchschwaden dringen aus einem unbewohnten Haus in Käcklitz: Drei Kinder und zwei Handwerker werden vermisst. Dieses Szenario war am Sonnabend Bestandteil einer Übung.

Die Feuerwehren Beetzendorf und Rohrberg rückten an, acht Atemschutzgeräteträger bereiteten sich auf ihren Einsatz im Haus vor.

Eine lange Wasserstrecke wurde vom einzigen Hydranten weit weg am Ortseingang gelegt. Die bange Frage der Einsatzleitung: „Kommt genug Wasser an?“ Zwei Einsatztrupps unter Atemschutz waren schnell im Haus. Als das dritte Team ins Haus stürmte, wurde im oberen Stockwerk ein Fenster geöffnet. Das erste Kind war gefunden, ansprechbar. Über Leiter kann es nach draußen gebracht werden.

Dann ging es weiter Schlag auf Schlag: Kind 2, Kind 3 und ein vermisster Handwerker gelangen mithilfe der Einsatzkräfte aus dem Haus. Ein Notarzt und Sanitäter des Sanitätszuges Salzwedel kümmerten sich um sie. Die Suche nach dem zweiten Handwerker verlief ergebnislos. Die Feuerwehrleute erfuhren schließlich, dass sich der Mann nicht im brennenden Haus aufgehalten hat. Dank moderner Tanklöschfahrzeuge konnte das angenommene Feuer unter Kontrolle gebracht werden.

Der stellvertretende Beetzendorfer Ortswehrleiter Holger Schmiedecke, Rohrbergs Ortswehrleiter Matthias Grothe, der stellvertretende Kreisbrandmeister Bert Juschus, Verbandsgemeindewehrleiter Mathias Gose, Winfried Arndt (zuständig für die Feuerwehren in der Verbandsgemeinde) und weitere Verantwortliche verfolgten die anspruchsvolle Übung am Sonnabend genau. Auch einige Käcklitzer ließen sich das Szenario nicht entgehen und hatten eigens Stühle mitgebracht. Im Anschluss gab es eine Auswertung der einzelnen Rettungsschritte.

Von Rüdiger Lange

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