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Schreibwerkstatt stellt in Diesdorf ihr Buch vor: Ein Hort der Geschichten

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Von: Kai Zuber

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Eine Autorin sitzt an einem Tisch und liest ihren Zuhörern etwas vor.
Ergebnis der Schreibwerkstatt ist ein 80-seitiges Buch, das jetzt im Freilichtmuseum vorgestellt wurde. © Kai Zuber

Seit rund zehn Monaten wird in Diesdorf fleißig getextet und gemalt – und das sogar in den Ferien. Insgesamt 22 Hortkinder erfahren in der Schreib- und Malwerkstatt „Hort der Geschichte(n)“ im Freilichtmuseum einen spielerischen Zugang zur Schrift. Herausgekommen ist dabei das 80 Seiten starke Buch „Hort der Geschichte(n)“, das jüngst auf der Abschlussveranstaltung im Freilichtmuseum Diesdorf in der Scheune Hilmsen vorgestellt wurde.

Zwei Kinder mit Mützen und Mänteln stehen vor einer brusthohen Konsole und lesen aus einem Buch vor.
Anna und Samira (l.) lesen in der Scheune Hilmsen gemeinsam eine Geschichte vor. © Kai Zuber

Diesdorf – Die Schreibwerkstatt „Hort der Geschichte(n)“ ist eine Kooperation von Museum, Grundschule sowie Hort Diesdorf mit der Kinderbuchautorin Susanne Laschütza als Autorenpatin vor Ort. „Ziel ist es, Kinder schon früh für Schrift, Sprache und den Umgang mit Büchern zu begeistern. Inspiration gab es in den vergangenen Monaten im Freilichtmuseum jede Menge: Ob am Feuer in der Dorfschmiede oder beim Formen von Buchstaben aus Teig in der Backstube“, erklärt die Autorin. In der Scheune Hilmsen lasen die Diesdorfer Hortkinder spannende Geschichten über das „Spielen und Helfen“, Piraten, über einen Müller, einen Trecker, einen verzauberten Amboss, „Die Bilder im Keller“, „Leonie und das Reh“, den Museumsspuk, die „Hexe Johanna“ oder „Lisa und das Schlossgespenst“.

Eine Frau mit Mütze und Brille sitzt an einem Tisch und erläutert die Herausgabe eines Buches, das sie in Händen hält.
Kinderbuchautorin Susanne Laschütza war als Autorenpatin in Diesdorf vor Ort. © Kai Zuber

Hintergrund: 1954 gründeten engagierte Autoren und Pädagogen den „Bödecker-Kreis Hannover“. Benannt wurde der Verein nach dem niedersächsischen Pädagogen Friedrich Bödecker, der bereits in den zwanziger Jahren Kinder- und Jugendbuchautoren in die Schule eingeladen hatte, um neue Formen der Literaturvermittlung zu erproben. Inzwischen gibt es Bödecker-Kreise in allen Bundesländern. Ihr gemeinsames Ziel ist die aktive Teilnahme von Kindern und Jugendlichen am literarischen Leben. Die Veranstaltungen an Schulen, Kindergärten, Bibliotheken, Jugendstrafanstalten und vielen weiteren Orten beinhalten immer auch Gespräche und Diskussionen. Sie sollen nicht einfach als kurzweiliges Erlebnis wahrgenommen werden, sondern weit über den Tag hinaus wirken. Die Schreibwerkstatt findet innerhalb des Programms „Wörterwelten“ des Friedrich-Bödecker-Kreises als Herausgeber und im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung statt. Sie förderten das 80 Werkstattstunden umfassende und über das ganze Jahr verteilte Projekt sowie die abschließende Buchveröffentlichung finanziell.

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