Stapen: Rüsselheim sucht Pflegeplätze für die Schweine

Die ersten Tiere sind weg

Rüsselheim will aus ihnen Glücksschweine machen. Foto: Hamann

ha Stapen. Seit gestern ist Doris Rauh, Vorsitzende des Vereins Rüsselheim (ruesselheim. com), in Stapen. Dort werden die 130 Schweine betreut, allerdings gibt es wegen der Umstände Auflagen des Veterinäramtes.

Nach den deutlichen Ansagen des zuständigen Kreisdezernenten Hans Thiele (wir berichteten) war sie „vom harschen Ton recht überrascht“, sagte sie gestern auf AZ-Nachfrage. „Wir versuchen unsere Arbeit so gut, wie es geht, zu machen. “ Die für gestern angesetzte 12-Uhr-Frist, die Ställe wegen der frierenden Schweine auf 15 Grad zu erwärmen, sei auf gestern 18 Uhr verlängert worden, sagte sie, was Hans Thiele bestätigte. Wenn alles klappt, stehen am heutigen Sonnabend vier Heizgeräte in Stapen bereit. Der Stall sei „eigentlich ein sehr schöner Stall. Man muss natürlich noch die Ritzen abdichten“, sagte sie. Doris Rauh: „Ich habe den Eindruck, den Tieren gehts gut. Sie haben Einstreu, genug, um sich einkuscheln zu können. “ Ein Teil der Boxen sei mit Planen bedeckt. Und: „Die ersten fünf Tiere sind umgezogen. “ Und zwar Richtung Köln. Zwei Tiere seien wegen Verletzungen separiert, „die sind aber gut zu Fuß“. Auf die Kosten ihrer Rettungsaktion (wir berichteten) angesprochen, erklärte Doris Rau: „Wir haben größere Vereine, die das Projekt unterstützen. “ Das Ziel sei weiterhin, „dass Schweine ein Gesicht bekommen“. Dann würden nicht mehr so viele Menschen Schweinefleisch essen.

Nun sucht der Verein Pflegeplätze ab zwei Schweine. Wichtig sei dafür, dass Betriebsnummern vorhanden wären und und Schweinehaltung zugelassen sei, so Rauh. Die vor einer Woche angereisten Unterstützer, die in einem Beetzendorfer Hotel wohnten, seien wieder fort. In Stapen helfe nun eine Zeitarbeitskraft, so die Vorsitzende, und ein Fördermitglied des Vereins. Hans Thiele erklärte auf Nachfrage: „Die Auflagen werden abgearbeitet, das ist schon mal gut.“ Das Amt habe „dauerhaft ein Auge drauf“. Und: „Mit uns muss man immer rechnen. Auch am Wochenende.“

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