Vergodendeel: Schaumähen, Musik, Vesper und Feldgottesdienst

Ernte wie zu Omas Zeiten

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Schwer war die Arbeit der Schnitter und Kornbinderinnen von einst. Im Diesdorfer Freilichtmuseum kann solche Roggenernte Jahr für Jahr mitverfolgt werden.

Diesdorf. Die Roggenernte von einst lebte am gestrigen Sonntag im Diesdorfer Freilichtmuseum wieder auf. Bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius leisteten die Heimatverbundenen der Dährer Karnevalsgesellschaft und Freunde Schwerstarbeit.

„Es ist schon einen schweißtreibende Arbeit, so eine Roggenernte bei dieser Hitze“, erklärte Walter Faescke. Die Gäste konnten die schwere Tätigkeit der Schnitter, der Kornbinder und das Aufstellen der Stiegen miterleben. Auch das MDR-Fernsehen war dabei und dokumentierte jeden Handgriff.

Die Besucher bestaunten die Alttechnik wie einen Primus P22 oder einen Deutz D255 – jeweils mit Handableger. Aber auch Flügelableger und Mähbinder waren in Aktion zu sehen. Klaus Merda wies per Lautsprecher akustisch durch den Ernteablauf. Die Vesperpause am Ackerrand, ging so wie einst sehr rustikal zu.

Nach dem Abtanzen der letzten Garbe folgte ein Feldgottesdienst mit Pastor Silvio Scholz. All das erinnerte an einen Brauch, der in dieser Region früher zum Leben auf dem Lande dazugehörte – Vergodendeel. Jedem Helfer stand ein kleiner Teil der Ernte zu und zudem wurde kräftig gefeiert. Ein breites Rahmenprogramm rundete das Schaumähen ab. Die Lustigen Dährer Dorfmusikanten sorgten für Stimmung. Und die „Plattdeutsche Bühne Wendland“ durfte sich richtig Luft machen. Weiter brachte in der alten Dorfschule Lehrer Heinz-Günter Klaas seinen Zöglingen die strengen Manieren von einst bei. Museumschef Friedhelm Heinecke lobte die Dährer Karnevalisten und alle Helfer, die diesen Tag gestalteten.

Von Rüdiger Lange

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