Konkrete Handlungsanweisungen an Verwaltung / Suche nach Räumlichkeiten für Hort

Eltern aus Jübar setzen sich durch

Sachlich und souverän führte Günther Serien die Versammlung. Susann Meinecke (r.) ging auf Vorschläge ein.
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Sachlich und souverän führte Günther Serien die Versammlung. Susann Meinecke (r.) ging auf Vorschläge ein.

Jübar – Von den beiden diskutierten Varianten zur Unterbringung der Jübarer Hortkinder während des Umbaus, war diese aus Sicht vieler Eltern die günstigste: Die Hortkinder fahren von der Ersatzschule in Klötze um 14.45 Uhr (Ankunft 15.27 Uhr) mit einer Erzieherin per Bus nach Jübar.

Ansonsten wird verfahren wie mit dem Frühhort von 6 bis 7. 10 Uhr in der oberen Etage der Kita und später mit der Betreuung bis 17 Uhr. Mit dieser Variante setzten sich die Eltern aus Jübar nach der Kommunikationspanne mit der Beetzendorfer Verbandsgemeinde (VG)-Verwaltung durch.

Konstruktiv und souverän führte der Vorsitzende Günther Serien die eilig einberufene Versammlung des VG-Sozialausschusses. Kreis-Jugendamtsleiterin Anke Siebentaler und Mitarbeiterin Susann Meinecke gingen konkret auf Vorschläge der Eltern-Kuratorien von Hort und Grundschule ein.

Die Hortbetreuung der Jübarer Kinder während der Sommerferien ist gesichert: Vom 20. bis 31. Juli geht es in den Diesdorfer Hort. Vom 3. bis 14. August ist Schließzeit im Hort Jübar. Ein Ausweichen in den Projektstandort an der Kirche ist vom 17. bis 26. August anvisiert.

Die Regelung in der Schulzeit soll nach Möglichkeit bis zu den Herbstferien gelten. Danach sollen für die Jübarer Hortbetreuung geeignete Objekte wie etwa das Pfarrhaus für eine Vor-Ort-Lösung der Hortbetreuung gefunden werden. Die Sondersitzung stieß auf breites Bürgerinteresse der Eltern in Jübar: Rund 50 Mütter und Väter waren am Montagabend auf dem Schulhof dabei, um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen.

Nach der erreichten Lösung gab es seitens von Günther Serien konkrete Handlungsanweisungen für die VG-Verwaltung aus dem Beetzendorfer Marschweg 3. Mit der ging Jübars Bürgermeister Carsten Borchert nach dem Kompromiss hart ins Gericht: „Wichtig ist, dass die Verwaltungsriege heute etwas dazu lernt - nämlich dass man auf die Bürger hört. Seit Monaten haben die Eltern-Kuratorien Vorschläge gemacht, dann gingen sie verzweifelt an die Öffentlichkeit. Warum wurde der Sozialausschuss nicht informiert? Warum hat die VG nicht allein geschafft, was heute das Jugendamt geschafft hat?“, gab der Ortschef der anwesenden Verwaltungs-Doppelspitze aus VG-Bürgermeister Michael Olms und seiner Hauptamtsleiterin Anja Schrader mit auf den Weg.

Die Eltern bedankten sich bei Günther Serien für sein Engagement und betonten gegenüber der AZ: „Wir haben viel erreicht und bleiben weiter dran.“ Thomas Müller vom Elternrat beklagte die Bürokratie und den langen Kindertransport nach Klötze, weil der Gesetzgeber stets nur den „glatten Fall“ sehe. Denn: Eine Pendler-Mutter beklagte, sie würde während der Schulsanierung täglich bis zu 160 Kilometer unterwegs sein. Bastian Behrens kritisierte erneut die Verwaltung: „Wenn man als gewisse Person dort anruft, wird man abgeblockt, totgeredet oder das Telefon wird einfach nicht abgenommen“, sagte das Mitglied des Jübarer Schulhort-Kuratoriums. VON KAI ZUBER

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