Kritik durch Feuerwehr als Auslöser / Erste Neuwahl gescheitert / Förderverein droht nun Aus

Ellenberger Vorstand tritt zurück

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Vorsitzender Georg Pijan (l.) und Stellvertreter Udo Herz stellten ihre Ämter nach Kritik zur Verfügung.

Ellenberg. Der gesamte Vorstand des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Ellenberg ist während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus Ellenberg zurückgetreten.

Auch der Versuch, einen neuen Vorsitzenden zu wählen, der dann mögliche Vorstandskandidaten um sich vereint, scheiterte.

Nun wird am Mittwoch, 4. Mai, ab 19 Uhr am gleichen Ort erneut gewählt. Scheitert auch dieser Versuch, steht der Verein vor der Auflösung. Falls Vermögen vorhanden ist, fiele es der Gemeinde zu.

Vor dem Rücktritt informierte Vorsitzender Georg Pijan über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. Die Teilnahmen an den Jahreshauptversammlungen der Feuerwehren Ellenberg und Wallstawe gehörten ebenfalls dazu, wie viele Gespräche mit der Feuerwehr, um zum Beispiel den Tag der offenen Tür vorzubereiten.

„Leider konnten wir aus Termingründen am Tag der offenen Tür nicht teilnehmen“, sagte Pijan. Als Erfolg wertete der Vorsitzende den Zuschuss (rund ein Drittel) für 20 Fleece-Jacken für die Feuerwehr.

Innerhalb der Feuerwehrmitglieder brodelte es schon einige Zeit. Sie forderten mehr Unterstützung, vor allem personelle bei Veranstaltungen. Deshalb hatte Ortswehrleiter Thomas Ortlieb beantragt, die Satzung des Fördervereins im Paragrafen 2 dahingehend zu ändern, dass zur ideellen und materiellen Unterstützung des Feuerwehrwesens auch „aktive“ hinzugefügt werde.

Das und einige Äußerungen von Feuerwehrmitgliedern im Vorfeld führten letztendlich zum Rücktritt des Vorstandes, der offiziell mit „Unstimmigkeiten“ begründet wurde. Der Ortswehrleiter stellte klar, dass die Meinung einzelner Aktiver nicht die Meinung der Feuerwehrführung sei.

„Von uns aus kann alles so bleiben, wie es ist. Wir hätten nur mehr personelle Unterstützung, so wie es bei der Gründung auch vorgesehen war. Leider stand es nicht in der Satzung“, sagte Ortlieb und hofft weiter auf den Fortbestand des Fördervereins. „Ich will nicht das ganze Jahr nur eins an die Ohren kriegen“, begründete Georg Pijan seinen Rücktritt.

Von Rüdiger Lange

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