Kreis plant weiteren Wertstoffhof in Diesdorf / Auch sonnabends geöffnet

Elektroschrott ist schon da

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Die Diesdorfer haben schon vorgearbeitet: Einige Kühlschränke, Fernseher und andere Elektrogeräte wurden schon am geplanten Wertstoffhof hinter der Grundschule abgegeben.

Diesdorf. „Bisher waren das locker 30 Kilometer bis nach Salzwedel, und das für nur eine kaputte Kaffeemaschine oder ähnliches“, sagt der Diesdorfer Bürgermeister Fritz Kloß.

Hinter dem Schulhof in der Gemeinde soll bis 2016 ein neuer Wertstoffhof entstehen, bei dem Anwohner aus der Region größere Mengen Grünabfall, Elektroschrott oder Papier abgeben können. Fritz Kloß begrüßt diesen Plan des Altmarkkreises Salzwedel.

Fritz Kloß begrüßt die Pläne des Kreises.

Nach der ersten Berichterstattung der Altmark-Zeitung im August nahmen die Anwohner bereits das Zepter selbst in die Hand. „Wir sammeln hier nun schon länger Elektroschrott“, zeigt Bürgermeister und Gemeindearbeiter Fritz Kloß auf einen großen Berg. Kühlschränke, Toaster, E-Herde und vieles mehr ist schon abgegeben worden.

„Die Idee ist nicht verkehrt“, meint Kloß. Er habe bereits erste Gespräche mit einem möglichen neuen Mitarbeiter geführt. Denn wenn der Wertstoffhof eingerichtet wird, muss es nach Kreisvorgaben auch Öffnungszeiten am Sonnabend geben. So soll Berufstätigen mehr Zeit zur Abgabe ermöglicht werden.

„In der Woche kann diese Aufgabe von den Gemeindearbeitern übernommen werden“, erklärte der Ortschef. Bis 16 Uhr sei immer einer in der Nähe. Sonnabends sind die bestehenden Wertstoffhöfe in Cheine, Gardelegen, Klötze und Arendsee vormittags geöffnet.

Kloß konnte auch schon berichten, wie der Platz hinter dem Schulhof der Grundschule (Molmker Straße) dann aussehen solle. „Wir werden den Platz ein bißchen befestigen, damit jeder mit dem Auto darauf fahren kann“, sagt der Bürgermeister im AZ-Gespräch. Danach würden Container für Elektroschrott, Grünabfälle sowie Textilien und Pappe aufgestellt. Für den neuen Wertstoffhof soll es dann eine Nutzungsvereinbarung mit der kreiseigenen Deponie GmbH geben. Nach seiner Ansicht werde diese auch die Kosten für einen Angestellten tragen.

Für Kloß ist die neue Abgabestelle eine gute Maßnahme gegen illegale Müllentsorgung in der Region. „Ansonsten wird die Menge hier ja überschaubar sein“, glaubt der Bürgermeister.

Von David Schröder

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