Es hagelt Kritik an Bürgermeister Frank Leskien / Windpark noch im Entwicklungsplan

Einwohner fordern die Vertrauensfrage

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Obwohl im April der Gemeinderat Kuhfelde den Beschluss fasste, das Windvorranggebiet Siedenlangenbeck aus dem regionalen Entwicklungsplan zu streichen, ist dieses noch nicht offiziell dem Regionalen Planungsbüro Altmark übermittelt worden.

Kuhfelde. Der Kuhfelder Rat ernannte am Dienstagabend in der Altmarkhalle drei Schöffen. Während der Ratssitzung kam der erkrankte Bürgermeister Frank Leskien in Kritik (wir berichten).

Nach Meinung einiger Ratsmitglieder hatte Leskien versäumt, schon viel früher eine Ratssitzung anzuberaumen, um über die Schöffen abstimmen zu lassen.

Die Gemeinde wurde durch den Direktor des Amtsgerichtes Salzwedel dringend dazu aufgefordert, den Beschluss über die Schöffen zu fassen. „Sonst hätten wir diese Ratssitzung in den Ferien gar nicht machen müssen“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Günther Serien.

Während der Einwohnerfragestunde am Dienstag machten sich Jörn Thaute und Erhard Wiewall (beide Siedenlangenbeck) Luft, auch bei ihnen richtete sich der Tadel an Ortsoberhaupt Leskien. Hintergrund: Obwohl im April der Gemeinderat Kuhfelde mehrheitlich den Beschluss fasste, das Windvorranggebiet Siedenlangenbeck aus dem regionalen Entwicklungsplan zu streichen, ist dieser Beschluss bis heute nicht dem Regionalen Planungsbüro Altmark offiziell übermittelt worden. „Damit konnte der Beschluss im Planungsbüro noch nicht behandelt werden“, sagte Thaute und kritisierte den erkrankten Bürgermeister Frank Leskien, der selbst im Planungsbüro arbeitet. „Der Bürgermeister vergisst in letzter Zeit sehr viel“, stimmten Erhard Wiewall und Jörn Thaute überein. Wie Thaute informierte, habe die Enercon als möglicher Windanlagenbetreiber sehr wohl den Bescheid bekommen, dass das Gebiet abgelehnt ist.“

Thaute empfahl dem Rat, einmal darüber nachzudenken, hinsichtlich des Bürgermeisters die Vertrauensfrage zu stellen. „Ich weiß nicht, ob die häufige Vergesslichkeit an seiner Krankheit liegt oder ob da private Interessen eine Rolle spielen“, so Thaute.

Kuhhfeldes stellvertretender Bürgermeister Günther Serien sagte in Bezug auf die Weiterleitung des Beschlusses an das Regionale Planungsbüro: „Ich werde das jetzt umsetzen und auf den Weg bringen.“ Hinsichtlich der Stellung der Vertrauensfrage gab es aus dem Rat während der öffentlichen Sitzung kein Feedback.

Von Rüdiger Lange

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