Einwohner aus Waddekath fordern Tempo-30-Zone

Waddekath: „Wer bezahlt die kaputte Straße?

Straßenkreuzung in Waddekath
+
Dieses Bild ist keine Schwarz-Weiß-Aufnahme, sondern zeigt in Farbe die Straßenkreuzung von Dorfstraße und Reddigauer Straße (nach links) in Waddekath. Dem Vorfahrtsschild fehlt offensichtlich schon seit Langem die Farbe, es ist nur noch an der Form zu erkennen.
  • Christian Reuter
    vonChristian Reuter
    schließen

„Für die Kinder ist es manchmal wirklich lebensgefährlich im Dorf, wenn sie an der Straße spielen. Die Laster brettern durch den Ort, oft mit mehr als 50 Stundenkilometern“, sagte Katarzyna Koch aus Waddekath während der Einwohnerfragestunde der jüngsten Diesdorfer Gemeinderatssitzung.

Sie war mit ihrem Mann Heiko Koch ins Rathaus gekommen, um gleich zwei Anträge an die Gemeinde zu stellen. Zum einen wünschen sie sich einen Spielplatz für die Kinder. Früher habe es mal einen gegeben, berichtete Heiko Koch. Doch heute müssten die Kinder in der Ortsmitte oder am Grenzdenkmal spielen. Nach Aussage von Koch gibt es in Waddekath 22 Kinder im Alter bis 14 Jahre.

Der zweite Antrag beinhaltet die Prüfung einer Tempo-30-Zone beziehungsweise einer Tonnagebegrenzung im nördlichen Teil des Dorfes. Dieses Gebiet könnte nach Ansicht von Heiko Koch gut durch eine 30-er-Zone abgeschottet werden.

„Wir haben auch schon einen Riss am Haus“, verdeutlichte er das Ausmaß des Problems mit dem Schwerlastverkehr im Ort. Heiko Koch schlug eine Begrenzung der Tonnage auf 7,5 oder zwölf Tonnen vor, zumal es auch die Möglichkeit der Umfahrung des Dorfes gebe. „Wer bezahlt denn die Straße, wenn sie kaputt ist?“, wollte seine Frau Katarzyna vom Rat wissen. „Wir können die Landwirtschaft nicht in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken“, erwiderte Diesdorfs Bürgermeister Fritz Kloß. Und weiter: „Wir müssen das Gespräch suchen.“

Ratsherr und Bauausschussvorsitzender Daniel Rieck merkte an: „Ein Schild würde nichts bringen, weil Busse und Landwirte trotzdem fahren könnten.“ Heiko Koch begrüßte den Vorschlag des Bürgermeisters, sich mit den Landwirten zusammenzusetzen. Und wies noch darauf hin: „Es sind ja auch Landwirte auch Niedersachsen dabei, die hier nicht mal ihre Steuern zahlen.“

Heiko Koch schilderte dem Rat auch, dass die Beschilderung in Waddekath an vielen Stellen nicht mehr in Ordnung sei. Selbst Vorfahrtsschilder seien schon ganz weiß oder würden ganz fehlen wie am Schwarzen Weg. „Das ist kein Zustand“, so Koch.

Daniel Rieck sicherte eine Prüfung vor Ort zu: „Wir gucken uns da an.“ Dem stimmte Fritz Kloß zu, denn der Gemeinderat könne nicht alles von Diesdorf aus sehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare