Einwohner: „Polizei sollte mehr Präsenz zeigen“

Stöckheimer beschweren sich über Raser

Straße in Stöckheim
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Die Ortseinfahrt von Stöckheim aus Richtung Lüdelsen wird laut Anwohnern von vielen Kraftfahrern als Rennstrecke missbraucht. Die Polizei müsste dort öfters kontrollieren, hieß es.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
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„Die Raserei im Ort ist ein Problem, das nervt schon“, sagt Roland Plaasch aus Stöckheim. Er wohnt mit seiner Frau nur rund 100 Meter vom Ortseingang aus Richtung Lüdelsen entfernt. Besonders schlimm sei es zwischen 7 und 8 und von 16 bis 18 Uhr, also zur Zeit des Berufsverkehrs und wenn die Kinder zur Schule gebracht werden, berichtet Roland Plaasch.

„Manche fahren mit 100 Sachen in den Ort rein. Ich habe immer Angst, dass den Kindern etwas passiert, denn die Bushaltestelle befindet sich nur wenige Meter von unserem Haus entfernt“, erzählt seine Frau Christine Plaasch. Die tägliche Raserei bleibe auch nicht folgenlos. Im vergangenen Jahr sei ihr Auto kaputt gefahren worden, auch andere Fahrzeuge in der Straße seien durch Unfälle, wohl aufgrund zu hohen Tempos, beschädigt worden. Noch schlimmer: „Katzen und Hunde wurden schon getötet, müssen erst ein Kind oder ein Erwachsener zu Schaden kommen?“, empört sich Roland Plaasch.

Ein Pferdeanhänger steht kurz hinter dem Stöckheimer Ortseingang auf der Straße, damit Raser abbremsen.

Immerhin habe die Polizei in den vergangenen Wochen zweimal die Geschwindigkeit gemessen, aber das reiche nicht. „Die Polizei sollte in Stöckheim mehr Präsenz zeigen, gerade jetzt, wenn bald wieder die Schule beginnt, und nicht fast immer nur in Rohrberg blitzen,“ meint der 67-Jährige, der schon seit 1997 an der Straße wohnt.

Das Rasen durch Stöckheim war auch Thema in der jüngsten Rohrberger Gemeinderatssitzung am Dienstag, 10. August. Es gebe immer wieder Beschwerden wegen des Verkehrs im Ort, sagte Bürgermeister Bernd-Heinrich Schulz. Er wies darauf hin, dass der Regionalbereichsbeamte der Polizei aus Diesdorf allein sei, aber nicht allein das Tempo messen könne. Dies könne nur gemeinsam mit Kollegen aus Salzwedel erfolgen. „Ich habe auch schon vorgeschlagen, nicht nur mit der Laserpistole zu messen, sondern auch mal aus einem zivilen Fahrzeug heraus“, erklärte Schulz.

Der Bürgermeister regte an, im nächsten Haushalt eventuell eine Geschwindigkeitsmesstafel zu beschließen. „Ich bleibe da weiter dran“, sagte Bernd-Heinrich Schulz.

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