„Das ist eine Katastrophe“

K 1396: Pendler beklagen miserable Qualität der Kreisstraßen-Ausbesserung

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Als „planlos, kopflos und lustlos“ bezeichnen verärgerte Verkehrsteilnehmer die Arbeiten an der Kreisstraße 1396 zwischen Tangeln und Beetzendorf.

Tangeln / Beetzendorf – Völlig willkürlich erscheinen die kürzlich aufgetragenen Flicken-Deckschichten an den Rändern der desolaten Kreisstraßen-Ortsverbindung zwischen Beetzendorf und Tangeln.

Als „planlos, kopflos und lustlos“ bezeichneten verärgerte Verkehrsteilnehmer im Gespräch mit der AZ nun diese Arbeiten. „Das ist wirklich eine Katastrophe“, meinte zum Beispiel Bruno Gericke aus Tangeln.

Einwohner und Pendler beklagen gleichermaßen die miserable Qualität der Ausbesserungen – so scheinen die aufgebrachten Schichten wahllos an irgendwelchen Stellen aufgetragen worden sein, und zudem noch mit großen Dellen und Unebenheiten. „Angesichts der vorhandenen Technik im 21. Jahrhundert ist das hier eine Schande“, meinte ein Verkehrsteilnehmer verärgert, der täglich als Pendler die Strecke Beetzendorf-Tangeln als willkommene Abkürzung auf dem Weg ins VW-Werk nach Wolfsburg zur Arbeit nimmt.

Bruno Gericke spricht indes auch die Straßenschäden durch Risse auf Höhe der Tangelnschen Teiche an. „Zum Glück gab es noch keinen ernsthaften Frost, sonst wäre die Fahrbahn hier auch bereits kaputt“, so der Landwirt, der von 1990 bis 1994 Bürgermeister von Tangeln war. Dass der Abschnitt von Beetzendorf über Tangeln bis zur B 248 seinerzeit eine Kreisstraße wurde, hat die Kommune dem Wirken von Gericke zu verdanken.

Es ist nach wie vor ein Abenteuer, auf der Straße zwischen Tangeln und Beetzendorf unterwegs zu sein. Für viele Verkehrsteilnehmer ist die Kreisstraße 1396 mit ihrem nahezu halbrunden Profil eine der schlechtesten ihrer Art im gesamten Altmarkkreis. Immer wieder forderten sie eine Sanierung. Doch es gibt offenbar aktuell kein Geld für ein ernsthaftes Kreisstraßen-Projekt. Ein grundhafter Ausbau der völlig desolaten Fahrbahn Beetzendorf-Tangeln steht in den Sternen. Jüngst kam es auch hier auf der Ortsverbindung wieder zu einem schweren Unfall. Die Bedingungen sind aus Sicht vieler Autofahrer unzumutbar: Immer wieder setzen Fahrzeuge mit niedriger Bodenfreiheit auf dem Asphalt auf und es kommt zu Schäden.

Auf der etwa fünf Kilometer langen Fahrbahn gibt es neben Straßenschäden (Rissen, Löchern und Absenkungen) unter anderem Höhenunterschiede von 40 Zentimetern und mehr. Diese erstrecken sich von der Straßenmitte bis zum Rand der Fahrbahn, die sich zudem immer mehr nach unten neigt.

„Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel reichen nicht aus, um mittelfristig die Kreisstraße 1396 Ortsverbindung Tangeln-Beetzendorf als Investitionsmaßnahme grundhaft auszubauen“, hieß es noch im August auf Anfrage der AZ seitens der Kreisverwaltung. Die Straßenmeisterei setze im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die erforderlichen Unterhaltungsmaßnahmen um, sodass die Verkehrssicherheit gewährleistet ist, lautet die Antwort.

VON KAI ZUBER

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