Jübars Bürgermeister blickt vor und zurück / „Wollen uns keine Luftschlösser bauen“

„Ein zufrieden stellendes Jahr“

+
Einer der Höhepunkte des vergangenen Jahres in der Gemeinde Jübar: Horst Fischer (v.l.), Hartmut Bock und Heinz-Walter Kamieth stellten den neuen Jübarer Bildband vor.

Jübar. Auf ein „insgesamt zufrieden stellendes Jahr“ für die Gemeinde Jübar konnte Bürgermeister Carsten Borchert im Gespräch mit der Altmark-Zeitung zurückblicken.

„Finanziell konnten wir uns und unsere öffentlichen Einrichtungen am Leben halten, die ehrenamtliche Arbeit in den Ortsteilen ist lobenswert“, fasste das Gemeindeoberhaupt zusammen.

Der erste erfreuliche Punkt ist die Einwohnerentwicklung. Denn diese wies 2011 und 2010 im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden der Regionen einen positiven Trend auf. „Wir haben in beiden Jahren jeweils ein paar Einwohner dazubekommen. Warum das so ist, kann ich zwar nicht sagen, es freut mich aber“, so Carsten Borchert.

Dass die Ortsteile der mittlerweile im dritten Jahr bestehenden Großgemeinde immer weiter zusammenwachsen, zeigt sich auch im Gemeinderat. „Wir haben eine positive und konstruktive Zusammenarbeit. Das heißt aber nicht, dass wir immer einer Meinung sind“, so das Gemeindeoberhaupt, das auch die Seniorenarbeit lobend hervorhob. So leisten die fünf Seniorenräte in den Ortsteilen eine sehr gute Arbeit. „Ohne dieses ehrenamtliche Engagement würde es viele Veranstaltungen nicht geben“, betonte der Bürgermeister, der auch darauf verwies, dass es in allen Ortsteilen Weihnachtsfeiern für die Senioren gab.

Stolz könne die Gemeinde und deren Einwohner darauf sein, dass die vielen Traditionsveranstaltungen auch nach der Gebietsreform erhalten werden konnten – angefangen von den Winterwanderungen und den Fasslom-Umzügen, die es in mehreren Ortsteilen gibt, über die Veranstaltungen um den 1. Mai herum bis hin zum Weihnachtsblasen in Jübar. Darüber hinaus wurden 2011 sogar neue Veranstaltungen ins Leben gerufen, die ebenfalls zur Tradition werden können. Der Bürgermeister nannte hierbei den gemeinsamen Feuerwehrausscheid in Bornsen, das Weihnachtsbaumaufstellen in Wendischbrome sowie den ersten Weihnachtsmarkt auf Jakubiks Hof in Jübar. Bereits zum zweiten Mal hatte es das Treckertreffen in Bornsen gegeben, das als Ersatz für das frühere Hähnewettkrähens eingeführt wurde.

Als Höhepunkte 2011 bezeichnete Carsten Borchert die Feierlichkeiten zum 300-jährigen Bestehen von Gladdenstedt sowie die Herausgabe eines Buches über Jübar: „Wir gehören damit zu den ganz wenigen Orten in der Verbandsgemeinde, die über einen Bildband verfügen.“ Große Erfolge stellen auch der dritte Platz für Wendischbrome und der Ehrensonderpreis für Jübar beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ dar. Sportlich gesehen gab es mit der gewonnenen Kreismeisterschaft des FC Jübar/Bornsen einen weiteren Höhepunkt.

Auch baulich habe sich in den Ortsteilen 2011 einiges getan. Mit viel Buddelei verbunden verschwanden in nahezu allen Ortsteilen die Freileitungen. In Hanum gelang es, das seit Jahren bestehende Regenwasserproblem zu lösen. Und durch die Sanierung des gemeindeeigenen Wohnblocks in Bornsen konnte dort der Leerstand verringert werden. Auch das Flurneuordnungsverfahren in Jübar sei gut vorangeschritten. 2013 könnten in diesem Zuge die ersten Ländlichen Wege ausgebaut werden. „Ziel ist es, dass alle Ortsteile in die Flurneuordnung kommen“, erklärte Carsten Borchert. Für Wendischbrome könnte das in diesem Jahr der Fall sein.

Die Devise im neuen Jahr lautet, so der Bürgermeister, alle Einrichtungen der Gemeinde, zu denen acht Dorfgemeinschaftshäuser und Säle zählen, zu erhalten. „Wir wollen keine Luftschlösser bauen“, so Carsten Borchert mit Blick auf das von der Verbandsgemeinde ins Auge gefasste Mehrgenerationenhaus in Wallstawe.

Von Matthias Mittank

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare