Exemplare an der Klostermauer sind nicht zu retten

Diesdorf: Eichen müssen weichen

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Viele Eichen an der Klostermauer sind Naturdenkmale. Doch nahe der Lindenallee geht die Sicherheit vor.

zu Diesdorf. Zwei der uralten Allee-Eichen in Diesdorf müssen demnächst wohl der Kettensäge weichen. Einige marode Exemplare an der Klostermauer sind auch durch einen Radikalrückschnitt nicht mehr zu retten.

Anwohner und Spaziergänger seien besorgt, informierte Diesdorfs Bürgermeister Fritz Kloß.

Es handelt sich laut dem Ortschef um „zwei dicke Oschis“ an der Diesdorfer Lindenallee. Bereits vor ein paar Jahren gab es diesbezüglich ein Baumgutachten, das nichts Gutes verhieß. Baumschützer hatten damals das Fällen der Baumriesen moniert.

Doch nun wird wohl die Kettensäge das letzte Wort haben, denn die Sicherheit geht vor. Besonders weil erst kürzlich ein stärkerer Ast von einem der Eichen auf die Fahrbahn krachte. Nicht wenige Anlieger haben Angst um ihr Leben, wenn sie unter den hunderte Jahre alten Baumriesen wandeln.

Doch die Sägearbeiten sind nicht billig für die Kommune. Schon allein daher hängt auch das Herz von Fritz Kloß an jedem alten Baum und dessen Erhalt. Rund 120 Euro die Stunde kosten die Fällarbeiten. „Mit etwa 2400 Euro müssen wir rechnen“, so der Ortschef, der sich bereits mit dem Bauausschuss ein Bild machte. Klimawandel, Schadinsekten und Pilzbefall machen derzeit auch den großen Eichen stark zu schaffen.

Förster verzeichnen europaweit überdurchschnittliche Absterberaten, wie aus dem aktuellen Waldzustandsbericht für das Land Sachsen-Anhalt hervor geht.

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