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Eiche auf der Blumeninsel

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Morgens um drei Uhr fiel Gerald Eggert noch eine Zusatzstrophe für das Hohengriebenlied ein.

Hohengrieben. Es war im Mai 2000, als sich der damalige Mehmker Bürgermeister Dr. Gerhard Schulz auf eine Bank auf der Insel Mainau setzte. Eine Ruhepause mit Folgen, wie sich Gerhard Schulz während der kleinen Festveranstaltung in Hohengrieben erinnerte.

Dort wurde der Zelttanz eröffnet und die Gelegenheit genutzt, um zurückzublicken. Denn am 24. Mai 2000 erblickte Gerhard Schulz von der Bank auf der Blumeninsel Mainau eine Niedersachseneiche. „Wenn da eine Hohengriebener Eiche stehen würde, das wäre was“, war der Gedanke, der ihm dabei durch den Kopf ging. Gesagt, getan. Mit Bildern und Videoaufnahmen wurde bei der Festveranstaltung vor vollbesetztem Zelt in Hohengrieben nochmal die Erinnerung wachgerufen.

Anfänglich war es nicht so leicht, Verbindung mit Gräfin Sonja Bernadotte aufzunehmen. Doch mit typisch altmärkischer Hartnäckigkeit gelang es den Hohengriebenern, ihr Anliegen vorzutragen. Und im Oktober 2000 kam dann das o.k. Bis die Formalitäten erledigt waren, zog einige Zeit ins Land, im 17. März 2001 konnte auf der Insel Mainau eine Eiche aus dem altmärkischen Hohengrieben gepflanzt werden.

Das ist nun zehn Jahre her, so dass Gerhard Schulz nochmal alle damaligen Beteiligten nach vorne bat. Gemeinsam sangen die ehemaligen Akteure und die Gäste im Zelt das Hohengriebenlied, welches um eine zusätzliche Strophe ergänzt wurde. „Da ist mir morgens um drei Uhr eingefallen“, verriet Gerald „Schere“ Eggert, der mit seiner Band Scheres Crew natürlich die Musikalische Begleitung des Abends übernahm. Dass der Dährer Musikant mit seiner Truppe ein unverzichtbarer Bestandteil des Zelttanzwochenendes ist, machte auch Moderator Gerhard Schulz mehrfach deutlich. Und als Dankeschön für die unermüdliche Mitarbeit und Hilfe gab es für Gerald Eggert eine Überraschung. Auf persönliche Einladung der Gesellschafterin, Gräfin Bettina Bernadotte, wird „Schere“ mit seiner Ehefrau ein schönes Wochenende auf Mainau verbringen. Bettina Bernadotte war übrigens nach Hohengrieben eingeladen. Jedoch musste sie schweren Herzens absagen, bestellte aber „wärmste Grüße“.

Von Andreas Köhler

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