Dritter Kaverne folgen eine vierte und fünfte

Interessiert verfolgten die Ratsmitglieder die Ausführungen der Storengy-Spezialisten.

jab Peckensen. Die Storengy Deutschland setzt auf Sicherheit. Das spürte der Wallstawer Gemeinderat, der einer Einladung zur Betriebsbesichtigung nach Peckensen gefolgt war. Die dortige Anlage zur Erdgaslagerung soll erweitert werden.

„Wir leben in unmittelbarer Nachbarschaft, wollen mit der Gemeinde gut zusammenarbeiten“, erklärte Torsten Schlegel, Leiter Regulierungsmanagement. Die Ratsmitglieder und Verbandsgemeindebürgermeisterin Christiane Lüdemann konnten sich am Montag ein Bild vom technischen Know-how machen. „Storengy beschäftigt sich mit der Entwicklung, dem Erwerb, der Vermarktung und dem Betrieb von Kavernen und Porenspeichern für Erdgas“, sagte Geschäftsführer Dr. Jürgen Rückheim. In Peckensen wurde im April die zweite Kaverne in Betrieb genommen. Das Arbeitsvolumen beider Kavernen beträgt 135 Millionen Kubikmeter. „Wir stellen hier nur den Speicherplatz für Gas zur Verfügung. Es ist sozusagen eine Parkhaus-Funktion“, erfuhren die Gäste. Eine dritte Kaverne soll Ende dieses Jahres in Betrieb gehen. Dann stehen etwa 215 Millionen Kubikmeter Gas zur Verfügung. Damit können rund 100 000 Haushalte ein Jahr lang versorgt werden.

Renaturierungsmaßnahmen bei Kuhfelde, Diesdorf und Hoyersburg seien Beispiele für das Umwelt-Engagement des Unternehmens. „Diese Orte sind weit entfernt von Ellenberg. Es sollten hier vor Ort Ersatzmaßnahmen erfolgen“, regte ein Ratsmitglied an. „Wir nehmen diese Kritik auf“, versprach Rückheim. Absprachen dazu sollen künftig mit der Verbandsgemeinde erfolgen. „Wir müssen auch etwas gegen den Lärmschutz tun“, forderte Wallstawes Bürgermeister Frank Wulff.

Bis 2014 sollen zwei weitere Kavernen errichtet werden. Das Investitionsvolumen dafür bezifferte der Geschäftsführer auf 150 Millionen Euro. Dann liegt das Gesamtarbeitsvolumen aller fünf Kavernen, die sich in einer Tiefe zwischen 1250 und 1400 Metern befinden, bei 400 Millionen Kubikmetern. Genehmigt wurden insgesamt zehn Kavernen. Wann diese Erlaubnis ausgeschöpft wird, ist noch unklar.

Der Leiter Speicherbetrieb, Lutz Rehbohle, erklärte, dass sowohl über als auch unter Tage ein sehr hohes Sicherheitssystem installiert sei und dass von der Anlage keine Gefahr ausgehe. „Wir arbeiten hier auch nicht mit CO2, sondern mit Methangas“, betonte Rückheim ausdrücklich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare