Dringende Sanierungsarbeiten an Kirchen und Pfarrhäusern

Teufel steckt im Detail

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Die Baufachleute Heiko Kurz und Marcel Ziehm sind Experten bei Reparaturen an denkmalgeschützten Gebäuden. In den kommenden Monaten werden sie an zahlreichen Kirchen der westlichen Altmark im Einsatz sein.

Wallstawe / Diesdorf. In den kommenden Monaten gibt es aus baulicher Sicht an den Gotteshäusern in der westlichen Altmark viel zu tun.

Manchmal sind es ganz gewöhnliche Reparaturarbeiten, aber nicht selten steckt hier der sprichwörtliche Teufel im Detail, wie die Bauleute vor Ort betonen. „2014 gibt es in den von uns betreuten Kirchen und Pfarrhäusern sowie anderen kirchlichen Einrichtungen viel zu tun“, sagte Rainer Wellkisch von der Bauabteilung des Kirchlichen Verwaltungsamtes (KVA) in Salzwedel.

In der Eickhorster Kirche in der Gemeinde Dähre stehen Maurerarbeiten an. Bald fertig gestellt ist indes der Umbau im Diesdorfer Pfarr- und Gemeindehaus. Hier hat sich vor allem in der unteren Etage viel zum Wohle der Kirchengemeinde getan. Wo sich einst die Büroräume von Diesdorfs ehemaligem Pastor Gotthold Hofmüller befanden, treffen sich nun die Kirchgänger während ihrer zahlreichen Veranstaltungen.

Gleich zwei Baumaßnahmen gibt es in Wallstawe: Einerseits wird das Tragwerk des Kirchenturmes ausgebessert. Zweites Projekt ist laut Rainer Wellkisch das Dach des Pfarrhauses.

Auch an der ehrwürdigen Dorfkirche in Bonese stehen Reparaturarbeiten an. Auf solche denkmalgeschützten Objekte spezialisiert haben sich die Baufachleute Heiko Kurz und Marcel Ziehm. „Wir arbeiten meist mit flexiblen und atmungsfähigen Materialien, die dem alten Gebäude die Möglichkeit geben zu arbeiten“, so die Fachleute.

Wichtig ist vor allem, dass die Nässe von den Kirchen abgehalten wird. Das gilt auch für die kleine Dorfkirche in Saalfeld, wo Familie Benecke sich um die Erhaltung kümmert. „Auch bei uns droht ein tragender Fachwerk-Balken im unteren Turmbereich durch die Traufnässe zu vermodern“, berichtet Wilfried Benecke.

Rainer Wellkisch nimmt solche Hinweise gerne auf. „Nach dem Motto ,kleine Ursache, große Wirkung’ können wir so künftige Schäden an den historischen Gebäuden vermeiden“, so Wellkisch. Der Kirchenmann ist aber grundsätzlich auf Hinweise aus den Kirchengemeinden angewiesen.

Heiko Kurz und Marcel Ziehm haben indes in Hohendolsleben die wichtigsten Schäden an der Kirche beseitigt. Hier bewegte sich der gesamte Giebel beim Läuten der Glocke und drohte einzustürzen (AZ berichtete). Nach den erfolgten Bauarbeiten konnte zumindest die gefährliche Traufnässe vom linken, frei stehenden Gebäudegiebel fern gehalten werden.

Von Kai Zuber

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