MIT schießt gegen BUND, der droht mit Strafanzeige und bedauert Kloß-Angriff

Diesdorfs Ortschef kein „Büttel des Kapitals“ mehr

+
Nach der Ankündigung des Investors, seine Baupläne einer Hähnchenmastanlage in Neuekrug aufzugeben, überklebte die örtliche Bürgerinitiative (BI) ihre Protestplakate mit „Danke, Herr Huster“.

Neuekrug / Magdeburg. Eine Hähnchenmastanlage in Neuekrug wird nicht gebaut, der Investor aus Osnabrück gab nach den massiven Anwohnerprotesten auf, wie die Altmark-Zeitung exklusiv berichtete.

So ganz vorbei ist das Thema nicht – die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung in Sachsen-Anhalt (MIT) in Magdeburg nahm den Ball auf und versucht nun, damit gegen den BUND Sachsen-Anhalt zu schießen: Die MIT fordert „eine Überprüfung des BUND im Hinblick auf seine rechtliche und steuerliche Sonderstellung“, zum Beispiel der finanziellen Zuweisungen des Landes an den BUND und seine Projekte. „Angesichts der Vorfälle in der Altmark sei der Nutzen des BUND für die Allgemeinheit mehr als hinterfragenswert“, schreibt der MIT-Landesvorsitzende Klaus-Dieter Weber auf der MIT-Internetseite. „Der aktuelle Fall um die Verhinderung der Hänchenmastanlage in der Altmark ist ein Tiefpunkt, den wir so noch nicht erlebt haben. Da werden gemeinnützige Institutionen mit Steuergeldern gefördert und sie mißbrauchen ihre rechtliche Stellung, um mit Einschüchterungen, Kampagnen und gezielten Falschinformationen eigene idelogische Interessen durchzusetzen“, schreibt Klaus-Dieter Weber.

Von Steffen Hamann

Mehr zum Thema lesen sie in der Mittwochsausgabe der AMZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare