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Diesdorf lässt die Raststätte zurückbauen

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Von: Kai Zuber

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Kaputtes Willkommens-Schild in Diesdorf
Willkommen im Altmarkkreis: So hässlich kann ein touristischer Willkommensgruß aussehen. Jetzt wird das marode Schild wohl von der Gemeinde Diesdorf entfernt. © Zuber, Kai

Von Müll über riesige Pfützen bis hin zu einem maroden Willkommens-Schild. Die sogenannte Raststelle an der Landesstraße 8 zwischen Diesdorf und Wittingen ist vollkommen verkommen. Nun soll das Problem beseitigt werden.

Diesdorf – Von der benutzten Baby-Windel bis hin zur ausgedienten Auto-Batterie: Das alles und noch viel mehr wurde seit Jahren auf der sogenannten Raststelle an der Landesstraße 8 zwischen Diesdorf und Wittingen unweit der Landesgrenze entsorgt. Das Nachsehen hatte dann zumeist die Gemeinde Diesdorf, deren Gemeindearbeiter den Müll immer wieder entsorgen mussten.

Außerdem nervten an der Wittinger Straße regelmäßig die Randalierer, die dem ohnehin maroden Willkommensschild noch den Rest gaben. Das Tüpfelchen auf dem i waren dazu noch die beiden tiefen Pfützen an den jeweiligen Ein- und Ausfahrten der Raststelle, die eigentlich mal eine touristische Anlaufstelle für Ausflügler aus Richtung Landkreis Uelzen oder Gifhorn sein sollte.

Riesige Pfützen an der Einfahrt
Riesige Pfützen an der Einfahrt: Die ehemalige Diesdorfer Raststelle an der Tankstelle wird zurückgebaut. © Zuber, Kai

Die Gäste erlebten den „wilden Osten“ in Diesdorf leider auf eine ganz unangenehme Weise. Doch damit ist jetzt Schluss, denn der Schandfleck soll komplett verschwinden, wie Bürgermeister Daniel Rieck in dieser Woche im Hauptausschuss informierte. Mit „Flatterband“ ist das Areal der ehemaligen Raststätte bereits abgesperrt. Der Flecken Diesdorf lässt in Abstimmung mit der zuständigen Landesstraßenbaubehörde (LSBB) die Raststätte unweit der Tankstelle am Ortsausgang Richtung Waddekath derzeit zurückbauen.

„Das Holzhäuschen wird aufgearbeitet und dann umgesetzt. Eventuell an den Standort des ehemaligen Gasthauses Bormann in der Diesdorfer Ortsmitte“, so Rieck. Der Pfad zum Diesdorfer Hünengrab bleibt von dem Rückbau unberührt. Die Attraktion soll also weiterhin für Touristen gut erreichbar bleiben. Ein Straßengraben mit anschließendem Erdwall soll verhindern, dass Autofahrer künftig das Gelände befahren können. „Leider schafft es der Altmark-Kreis nicht, das ihm gehörende marode Infoschild zu entfernen. Also werden wir das auch noch übernehmen“, sagte Daniel Rieck nicht ganz ohne Ironie.

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