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Haushaltsplanung mit vielen Fragezeichen

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Von: Kai Zuber

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Blick durch Bäume hindurch auf eine vielfältige Badelandschaft.
Der marode Zaun um die Badebecken des Diesdorfer Erlebnisbades soll erneuert werden. © Kai Zuber

Im Flecken Diesdorf soll künftig auf weiteren großen landwirtschaftlichen Flächen mehr Solarstrom erzeugt werden. Dafür wurden während der jüngsten Ratssitzung am Dienstag im Diesdorfer Rathaus die Weichen mit drei so genannten Aufstellungsbeschlüssen zu vorhabenbezogenen Bebauungsplänen aber noch nicht komplett gestellt. Denn: Die geplanten drei Beschlüsse wurden wegen noch ungeklärter Detailfragen vertagt.

Der gläserne Eingangsbereich eines Schwimmbades.
Stück für Stück müssen im Diesdorfer Bad die Pumpen und Filter erneuert werden. Außerdem soll 2023 eine Solaranlage im Erlebnisbad installiert werden, um die Kosten für die Hochsaison zu senken. © Kai Zuber

Diesdorf – Diese also demnächst noch vorgesehenen Beschlüsse im Rat betreffen die Solarparks „Schadeberg-Diesdorf 1“, „Neuekrug-Diesdorf 2“ und „Neuekrug-Diesdorf 3“ in den jeweiligen Gemarkungen der Kommune. Insgesamt geht es um Solarparks im Flecken Diesdorf auf einer Gesamtfläche von rund 160 Hektar Land zwischen Diesdorf, Schadewohl, Schadeberg und Dülseberg. Noch keine konkreten Fortschritte macht auch die Diesdorfer Haushaltsberatung für 2023. „Es gibt wegen verschiedener Unwägbarkeiten noch keine Entwurfsplanung. Die Wünsche aus dem Hauptausschuss sollen aber von der Verwaltung der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf zu gegebener Zeit eingearbeitet werden“, so Rieck. Der Bürgermeister hofft, dass dies noch im Januar so weit sein wird. Zu den genannten Unwägbarkeiten zählt auch der Haushalt der Verbandsgemeinde mit der erhobenen Verwaltungs-Umlage. „Auch die Höhe der Kreisumlage birgt ein Fragezeichen“, sagte der Diesdorfer Ortschef. Man müsse daher auf das Zahlenwerk der Beetzendorfer Kämmerei warten, hieß es. Zu den im Diesdorfer Hauptausschuss geäußerten Wünschen gehört unter anderem der Baustopp an der alten Darre. Hier soll 2023 bekanntlich kein Geld investiert werden (wir berichteten), doch die Mitglieder des Diesdorfer Hauptausschusses sammelten noch weitere Ideen, wo Einsparpotenzial vorliegt. Dietmar Schulz sprach den Sanierungsbedarf an der Straße zwischen Schadeberg und Höddelsen an. Denn: Die Seitenstreifen entlang der schmalen Fahrbahn wachsen schon zu. Auch müsste eine neue Bitumenschicht aufgetragen werden. Ebenfalls marode ist der Zaun am Diesdorfer Erlebnisbad. Stück für Stück müssen auch Pumpen und Filter in der Einrichtung erneuert werden. Außerdem soll 2023 eine Solaranlage im Erlebnisbad installiert werden, um die Kosten für die Hochsaison zu senken. Ein Angebot dazu wird derzeit eingeholt. Investiert werden soll außerdem in die Trauerhalle im Ortsteil Molmke. Dort ist die Holzfassade marode.

Die Sportler in Waddekath wünschen sich einen Wasseranschluss. Außerdem wurde das Thema Radwege diskutiert. Laut Daniel Rieck sind damit nicht die bitumierten straßenbegleitenden Radwege gemeint, sondern Pisten, die mit wenig Geld und Aufwand aufgearbeitet werden können. Insgesamt will der Flecken Diesdorf im investiven Bereich 2023 ruhiger treten, hieß es. Beim Ausbau von Radwegen will die Kommune verstärkt mit Mineral-Mischungen (Schotter und grober Kies) arbeiten – zum Beispiel in der Region um Molmke, Römke, Abbendorf, Reddigau, Lindhof und in Richtung Eickhorst. Für weitere Wege werden noch Ideen gesucht. Es geht um die Verbesserung von Wegen, die die Kommune schon hat und keine neuen, teuren Bitumen-Pisten entlang der Straßen. Der Neubau dieser straßenbegleitenden Radwege wurde wegen hoher Kosten und den nötigen Zukauf von Privatgrundstücken als illusorisch eingestuft.

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