Radwege-Ausbau

Jübar will sich um Fördermittel bewerben

Ein Radweg verläuft durch das Bild vorbei an Windrädern.
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Jübar verfügt bereits über einige idyllisch gelegene Radwege-Kilometer. Sie sollen jedoch mit anderen Routen besser verknüpft und beworben werden. Dafür will die Gemeinde neue Fördertöpfe anzapfen.
  • vonStephan Ernst
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Mit rund 660 Millionen Euro will die Bundesregierung den Aus- und Neubau der Radweg-Infrastruktur in Deutschland unterstützen. Einen Teil von diesem Kuchen will auch die Gemeinde Jübar abbekommen. Im Gemeinderat wurden jetzt bereits erste Ideen entwickelt.

Jübar – „Die Gelder könnten über das Sonderprogramm ,Stadt und Land` beantragt werden“, mit dieser vielversprechenden Nachricht hatte Jübars Bürgermeister Carsten Borchert (CDU) kürzlich das Gemeindeparlament überrascht.

Dass es künftig mehr Radwege rings um Jübar geben soll, darüber waren sich alle Ratsmitglieder schnell einig. Damit beim Startschuss konkrete Vorschläge in der Schublade haben, waren also Vorschläge gefragt.

Von Jübar nach Lüdelsen, so Ratsherr Axel Schulz, könne ein Radweg gebaut werden, um sich als „fahrradfreundliche Kommune“ zu etablieren und den viel befahrenen Altmark-Rundkurs als Touristennetzwerk weiter auszubauen. Vorher müsse man jedoch rechtzeitig mit den Eigentümern der Flächen über Grundstücke reden, die für einen solchen Radweg gebraucht werden, hieß es im Rat.

Auch das Bauamt in der Verbandsgemeinde müsse daher für die Umsetzung der Pläne eingeschaltet werden. Nur wenn die Pläne konkret sind, können die Fördermittel fließen.

Von Lüdelsen aus könne es dann per Rad und Radweg weiter gehen nach Stöckheim in die Nachbar-Gemeinde Rohrberg. Wegen der vielen Hünengräber sei die Strecke besonders interessant, so die Ratsmitglieder. Auch von Jübar nach Gladdenstedt sei ein Radweg sinnvoll, ebenso in Richtung Bornsen und nach Hanum. Letzteres Dorf sei bekanntlich in der Flurneuordnung, was vieles vereinfache, lautete der Tenor im Gemeinderat.

Hintergrund: In den nächsten drei Jahren können Sachsen-Anhalts Kommunen mehr als 24 Millionen Euro Fördermittel für Investitionen in den Radverkehr beantragen. Der Bund stellt das Geld im Rahmen seines Klimaschutzprogramms 2030 zur Verfügung.

Die Kommunen könnten ab sofort ihre Anträge beim Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr einreichen. Die finanzielle Unterstützung wird laut Landesregierung bis 2023 über das Sonderprogramm „Stadt und Land“ gewährt. Ziel ist ein lückenlos, komfortabel und sicher zu befahrendes Wegenetz für den alltags- und freizeitrelevanten Radverkehr. „Das ist eine Riesenchance vor allem auch für unsere Gemeinden“, so Borchert. (Kai Zuber)

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