Kindergärtnerin will beim Rennen dabei sein

Deutsche Meisterschaft: Großes Husky-Wochenende in Apenburg

Großer Bahnhof in Apenburg: Derzeit wird in der Feldmark das Husky-Wochenende am 14. und 15. März vorbereitet. Apenburg ist zudem Austragungsort der Deutschen Meisterschaft.
+
Großer Bahnhof in Apenburg: Derzeit wird in der Feldmark das Husky-Wochenende am 14. und 15. März vorbereitet. Apenburg ist zudem Austragungsort der Deutschen Meisterschaft.

Apenburg – Das große Husky-Wochenende in Apenburg steht in den Startlöchern. Noch ist es still auf der drei Hektar großen Brache zwischen Apenburg und dem Nachbardorf Klein Apenburg. Sprichwörtlich sagen sich dort Fuchs und Hase „Gute Nacht“.

„Doch bald ist es da mit der idyllischen Ruhe vorbei – für ein langes Wochenende am 14. und 15. März“, wie Cheforganisator Uwe Fritz die AZ informierte.

An jenem Wochenende treffen sich dort in Form eines riesigen Wohn- und Caravan- Camps die Huskyfreunde aus ganz Deutschland. Nun schon zum dritten Mal. Und wenn das nicht genug wäre: in diesem Jahr sogar als Austragungsort der Deutschen Meisterschaft.

Verschiedene Klassen sind am Start

Da geht es richtig zur Sache, und es wird um Plätze und den Sieg gerungen – in verschiedenen Klassen und Hunderassen. Damit der Besucher nicht den Überblick verliert, gibt es immer zum anstehenden Lauf entsprechende Ansagen und Erläuterungen.

Aber warum entwickelt sich das Wettkampfgeschehen als sportliche Disziplin gerade dort in Apenburg? Es liegt auch an der Willkommenseinstellung der Flächenbesitzer und Anlieger. Da die Jagdsaison zwischen Winter und Frühsommer ein Fenster offenhält, ist die Toleranz von Seiten der Waidmänner gegeben – das Wild selbst wird wenig belastet. Schon am übernächsten Tag nach Abbruch des Lagers hat es wieder die alten Reviere bezogen – so die Beobachtungen vom vergangenen Jahr.

„Und wer danach zerfurchte Waldwege sucht, wird sie nicht finden – Pfoten und Räder (Schlittenkufen wären besser) gehen schonend mit der Natur um“, betont Uwe Fritz.

Und noch eine Besonderheit ist gegeben: Die Huskys, sie treten in drei Rassen an, brauchen die Kälte. Im Sommer würde ihr Kreislauf kollabieren beziehungsweise sie sich einfach hinlegen und streiken.

Sollten sich die Altmärker noch nicht mit dem Husky-Fieber angesteckt haben, so sind sie Mitte März zur Meisterschaft nach Apenburg eingeladen – an beiden Tagen sei mit Parkplätzen und Versorgung an alles gedacht, versprechen die Macher des Events.

Lokalmatadorin am Start

Start- und Zielbereich auf der Brache bei Klein Apenburg sind ein Zuschauermagnet. „Dort kann man besonders gut die Gespanne in ihrem Jagdfieber beobachten“, so Uwe Fritz, der die Gäste allerdings darum bittet, keine Hunde zum Rennwochenende mitzubringen.

„Sonst ist das ganze Lager in Aufruhr“, erklärt der Cheforganisator. Und weiter: „Einen Lokal-Champion haben wir auch am Start. Sonst ist die nette Dame die liebe Kindergärtnerin in unserer Kita ,Märchenburg‘. Vergangenes Jahr hatte sie Pech, ihr Gespann kippte in einer Kurve und – einer ihrer Lieben riss sich los und sorgte kurzfristig für Wolfsalarm im Ort“, berichten die Organisatoren. „Drücken wir ihr also in diesem Jahr fest die Daumen. Es ist unsere Sportfreundin Carolin Schulz, die von ihrem Opa Martin Wiswedel an der Piste angefeuert wird.

Weitere Informationen zum Rennereignis gibt es im Internet unter www.husky-sachsen-anhalt.de.

VON KAI ZUBER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare