„Der Sprung meines Lebens“

Aus 4000 Metern Höhe geht es dem Erdboden entgegen. Fallschirm-Profi Olaf Haubenreißer gibt sich entspannt und winkt. Er hat bereits 5000 Sprünge auf seinem Konto.

kzu Diesdorf. Blauer Himmel. Nur ein paar Wolken liefern den passenden Kontrast. Das Traumwetter der vergangenen Wochen bot ideale Bedingungen für alle Flugsportler. Dazu kann sich auch Ute Rohde zählen. Die Diesdorferin hat von ihren Kindern einen Tandemsprung mit dem Fallschirm geschenkt bekommen. Dafür reiste sie in die Nähe von Berlin

Ein bisschen flau im Magen ist ihr, angesichts des bevorstehenden Abenteuers. „Ja, ich bin schon aufgeregt“, gesteht die 51-Jährige ehrlich. Immerhin geht es in wenigen Minuten per Flugzeug rund 4000 Meter hoch in die Luft. Natürlich nicht allein. Das wäre für einen Anfänger viel zu gefährlich. Tandempilot und Sprunglehrer Olaf Habenreißer ist heute der sportliche Partner der Diesdorferin. Eigentlich will er hier auf dem modernen Sportflugplatz in Fehrbellin unweit der Hauptstadt nur „Flirre“ genannt werden.

Nach kurzer Einweisung und der Einkleidung geht es los. „Flirre“ nimmt seiner Tandempartnerin die Angst. Das kann er gut, schließlich hat der erfahrene Fallschirmwart bereits 5000 Sprünge auf seinem Konto. Fallschirm-Kollegen wie Uwe Reichert können sogar bereits 8500 Sprünge nachweisen.

Dann hebt die Maschine ab. Schnell steigt sie hinauf bis auf insgesamt 4000 Meter Höhe. Schließlich der große Moment: Die Flugzeugtür wird geöffnet. „Flirre“ winkt, klinkt sich bei Ute Rohde ein und dann geht es auch schon hinaus. Drei Kilometer freier Fall, dann eine Minute schwebend durch die Wolken, dem Erdboden entgegen. Ute Rohde ist begeistert: „Das ist einfach großartig. Das war der Sprung meines Lebens“, sagt die Diesdorferin nach ihrer sicheren Landung.

Auch „Flirre“ ist zufrieden mit seiner Fallschirm-Copilotin und lobt: „Sie hat alles richtig gemacht – Kompliment.“ Dann wirkt bei Ute Rohde der Adrenalinschub nach. „Der freie Fall ist mit nichts anderem zu vergleichen. Für ein paar Sekunden ist man völlig irritiert, doch was dann passiert ist einfach großartig. Ich würde jederzeit wieder springen“, freute sich die Diesdorferin über das Flugabenteuer.

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