Angler-Latein?

Die Legende vom Riesen-Wels in Lüdelsen

Gemalte Darstellung eines Fisches auf einem Trafohäuschen.
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Der Energieversorger Avacon verewigte die Wels-Legende sogar auf dem örtlichen Trafohäuschen in Lüdelsen.
  • vonStephan Ernst
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In Presse, Rundfunk, Fernsehen und Internet ist der kleine Jübarer Ortsteil Lüdelsen in den vergangenen Jahren bekannt geworden – und das sogar europaweit. Und zwar wegen seines Riesenfischs tief unten im Lüdelsener See. Der Energieversorger Avacon verewigte die Wels-Legende jetzt sogar auf dem örtlichen Trafohäuschen.

Lüdelsen - Nicht wenige Petrijünger winken ungläubig ab, wenn sie von der Geschichte hören, in der berichtet wird, wie der Wels einen kleinen Hund geschnappt haben soll, als der quer über das Gewässer schwimmen wollte. Doch nun kommt aus berufenem Munde die Bestätigung: Die Wels-Legende lebt! Der neue Lüdelsener Angler-Vereinschef Marcel Fäsche bestätigte der AZ jetzt auf Anfrage: „Ja, es gibt ihn noch. Und man hatte den Riesenfisch auch schon am Haken, aber dann ist die Schnur gerissen.“

Aus ganz Deutschland und auch darüber hinaus, sind Angelexperten nach Lüdelsen an den See gereist, um dem Wels mit allen möglichen Tricks habhaft zu werden – aber Fehlanzeige. Mit Echolot wurde der Fisch ausgemacht, er schwamm quasi unter dem Boot, doch dann entwischte er im Drill immer wieder.

Angler-Experten waren vor Ort, probierten alle Arten von Ködern aus, künstliche und natürliche. Der Wels biss sogar auf Wurm, doch ans Ufer oder ins Netz konnte noch kein Angler den dicken Brocken kurbeln.

Doch der Presserummel der vergangenen Jahre in Lüdelsen hat auch die örtlichen Angler etwas gestresst. Sie wollen nach all dem Trubel jetzt erst einmal den Ball flach halten. „Wir sind momentan 25 Mitglieder im Verein und geben für dieses Jahr keine Gästekarten für Angler aus. Ziel ist es zunächst, den Fischbestand im Lüdelsener See in Ordnung zu bringen“, sagt Marcel Fäsche, der grundsätzlich nicht das große Problem damit hat, dass der Riesenwels mit seinem Riesenhunger auch den einen oder anderen Besatzfisch verschlingt.

Doch eine gute Nachricht hat der Chef des Anglervereins „Hartauspring“: „Der wegen der Trockenheit gesunkene Wasserspiegel ist im Laufe des feuchten Winters wieder ordentlich angestiegen. Der Lüdelsener See ist voll“, so Fäsche. (Kai Zuber)

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