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Kleines Stück vom Kuchen ergattern

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Von: Kai Zuber

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Ein Kind springt von einem Sprungturm in das Becken eines Freibades.
Gemeinden in Sachsen-Anhalt können Fördermittel für die Sanierung und Modernisierung ihrer kommunaler Freibäder bekommen. Insgesamt stehen dafür 500 000 Euro zur Verfügung. Auch das Apenburger Waldbad soll ein Stück von diesem Landes-Kuchen abbekommen. © Kai Zuber

Nur ein sprichwörtlicher „Tropfen auf den heißen Stein“? – Egal. Die Gemeinde Apenburg-Winterfeld will in Sachen Fördermittel nichts unversucht lassen. Auch wenn laut Bürgermeisterin Ninett Schneider die Chancen nicht besonders groß sind. Hintergrund: Gemeinden und Gemeindeverbände in Sachsen-Anhalt können Fördermittel für die Sanierung und Modernisierung ihrer kommunaler Freibäder bekommen.

Apenburg – Insgesamt stehen dafür 500 000 Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus einem neu aufgelegten Sonderprogramm zur Schwimmbadförderung des Landes. Unterstützt werden Gemeinden wie die Kommune Apenburg-Winterfeld mit dem Apenburger Waldbad, sofern sie mit mehr als 50 Prozent an der Einrichtung beteiligt sind. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 80 Prozent der Ausgaben – jedoch maximal 50 000 Euro pro kommunalem Freibad. Mit dem neuen Sonderprogramm trägt Sachsen-Anhalt jetzt einen Teil dazu bei, dass die kommunalen Freibäder ertüchtigt werden können. So entlastet das Land einige Kommunen bei den im Herbst anstehenden Reparaturen und Modernisierungen, damit auch die kommende Freibadsaison gesichert ist. „Das trifft ja auf uns zu und wir werden pünktlich den Antrag stellen“, versicherte Ninett Schneider, auch wenn sie sich nicht allzu große Hoffnungen macht, dass der Flecken Apenburg-Winterfeld am Ende einen bescheidenen Geldsegen erhaschen könnte. Zu den Ausgaben, die gefördert werden können, gehören die Sanierung von Freibädern, insbesondere der Schwimmbecken, Umlaufbereiche, Sanitäreinrichtungen, Umkleidebereiche, Wasseraufbereitungsanlagen, Filteranlagen, Sprungtürme, einfache Rutschen, Steganlagen und Startblöcke. Aber auch für die Modernisierung durch Einbau energiesparender und umweltschonender Technik sowie die Erweiterung der Nutzbarkeit vorhandener Freibäder, insbesondere für den Behinderten- und Rehabilitationssport, steht das Geld zur Verfügung. Nicht förderfähig sind Kioske, Spielplätze, Sportfelder, Sitz- und Liegeflächen, Wellnessbereiche sowie große Rutschanlagen. Doch Ninett Schneider muss sich beeilen, denn die Förderanträge müssen bis morgen beim Landesverwaltungsamt eingegangen sein. „Für eine Sanierung wird im Falle einer Berücksichtigung das Geld zwar nicht reichen, jedoch für dringend notwendige Reparaturen“, so die Bürgermeisterin. „Leider reicht der gesamte Fördertopf nur für etwa zehn Bäder – so viele reparaturbedürftige Freibäder gibt es ja allein schon in der westlichen Altmark“, kommentierte Schneider.

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