Haushalt der Verbandsgemeinde steht frühestens Ende März / Gemeinden warten auf VG-Zahlen

„Das ist Geldverschwendung“

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Heute tagt in Beetzendorf der Verbandsgemeinderat. Auf der Tagesordnung steht kein Punkt zum Thema Haushalt 2014. Diese Tatsache sorgt bei Carsten Borchert (kleine Bilder, v.l.) und Harald Josten zumindest für Verwunderung.

Beetzendorf. Das Jahr 2014 ist mittlerweile zwei Monate alt. Langsam wächst die Ungeduld bei den Gemeinderäten der Verbandsgemeinde.

Wie im Vorjahr wird es auch in diesem Jahr mindestens bis Ende März dauern, ehe die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf ihren Haushalt verabschiedet. „Da drängt sich die Frage auf, warum der Kreis schon im Dezember Zahlen vorlegen konnte“, sagt zum Beispiel Harald Josten, Bürgermeister von Apenburg-Winterfeld.

Vor allem im Hinblick auf die Neueröffnung des Waldbades drängt für Josten die Zeit. „Vor April können wir so noch keinen Gemeindehaushalt beschließen“, sagt der Apenburg-Winterfelder Bürgermeister. Dem Gemeinderat des Fleckens fehlen die benötigten Zahlen, sei es die Höhe der VG-Umlage oder ein möglicher Zuschuss für das Waldbad. Es steht noch nichts fest.

Eva-Maria Benecke, stellvertretende Bürgermeisterin, konnte sich zu genauen Zahlen auf AZ-Anfrage gestern noch nicht äußern. Benecke bestätigte allerdings den Zeitplan für die nächsten Wochen. Nach- einander tagen der Ordnungs- und Feuerwehrausschuss (5. März), der Sozialausschuss (12. März) und der Hauptausschuss (geplant 13. März). „Erst danach können wir mehr sagen“, so die stellvertretende Bürgermeisterin. Auf diesen Zeitplan verwies auch Harald Heuer, Bürgermeister von Dähre. „Wir treffen uns am 17. März erstmal zur Vorberatung des Haushalts“, nennt Heuer den Termin für die nächste Sitzung des Gemeinderates. „Auch bei uns wird es April“, betont Heuer.

Genau das verärgert den Jübarer Ortschef Carsten Borchert. „Es wird März und wir haben noch nichtmal einen Vorschlag vorliegen“ beschwert sich Borchert. Für die Gemeindehaushalte sieht der Jübarer kein großes Problem. „Wir bekommen das schon hin. Allerdings ist es aus VG-Sicht eine Geldverschwendung“, meint Borchert. Der Jübarer Bürgermeister sieht durch die späte Haushaltseinbringung Probleme bei den Investitionen: „Die Baufirmen haben doch jetzt gerade nur wenige Aufträge. Im Sommer oder Herbst ist genug zu tun und dann sind die Preise wieder ganz oben.“ Auch Carsten Borchert wundert sich über den schnellen Altmarkkreis und die langsame Vorgehensweise in der Verwaltung der Verbandsgemeinde.

Von David Schröder

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