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Dährer Waldbad punktet bei Sanitäranlagen im Gegensatz zum Ahlumer See

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Von: Kai Zuber

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Toilette
Diese neuen Toiletten im Dährer Waldbad hat die Gemeinde ohne einen Euro Fördermittel selbst finanziert. Sie begeistern ihre Benutzer regelrecht. © Kai Zuber

Ob der Gang zum stillen Örtchen zur ästhetischen Herausforderung wird oder nicht, darüber können sich die Nutzer der kommunalen Sanitäranlagen am Ahlumer See und im Dährer Waldbad aktuell selbst ein Bild machen.

Dähre / Ahlum. Die Mitglieder und Gäste des Vereins „Ford-Devils Altmark“ jedenfalls hatten sich nun auf diese Frage selbst ausführlich ein Urteil gebildet, weil sie bei ihrem beliebten Auto-Treffen sowohl die Gegebenheiten in Ahlum kannten und nun am vergangenen Wochenende auch im Dährer Waldbad testen durften. „Wir waren baff – Toiletten wie im Fünf-Sterne-Hotel. Vor allem unsere Damen waren begeistert von Dähre. Seinerzeit in Ahlum gingen die Frauen nur ungern aufs Klo. Auch Duschmarken haben wir dort immer weniger verkauft“, erklärte Club-Präsident Frank Friedrichs. Um die kommunalen Sanitäranlagen auf Vordermann zu bringen, hofft Rohrbergs Bürgermeister Bernd Schulz auf Fördermittel (wir berichteten).

Toilette
Zur Sanierung der Toiletten am Ahlumer See mit ihrem DDR-Charme wartet die Gemeinde auf Fördermittel, eventuell aus dem neuen Leader-Programm. © Kai Zuber

Bernd Schulz wies auf die Möglichkeit von Fördermitteln im Zuge des neuen Lea-der-Prozesses ab 2023 hin. Der Ahlumer Ratsherr Stefan Borchert wollte 50.000 bis 60.000 Euro in den laufenden Haushalt einstellen, damit es mit der Toilettensanierung neben dem Dorfgemeinschaftshaus unweit des Sees endlich einmal losgeht. Doch sein Vorstoß fand im Rohrberger Rat keine Mehrheit. „Es geht womöglich auch ohne Fördermittel, wie man in Dähre sieht“, sagte Frank Friedrichs daraufhin, was Dähres Bürgermeister Bernd Hane zumindest teilweise bestätigen konnte. „Die Toiletten samt dem gesamten Sanitärtrakt direkt am Waldbad haben wir für rund 70.000 Euro aus der Gemeindekasse ohne Förderung saniert. Mit dem Dach hat die Baumaßnahme dann etwa 90.000 Euro gekostet“, so Hane. Am Dährer Campingplatz gab es dann eine Brutto-Förderung von 23.500 Euro zur Sanierung des zweiten Toilettenhäuschens auf dem Areal, welches auch vom örtlichen Sportverein mit genutzt wird.

„Wir werden wohl auch künftig unser Ford-Wochenende am Dährer Waldbad und nicht mehr in Ahlum organisieren“, lautete das Fazit von Frank Friedrichs.

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