Vereinigte Saatzuchten (VSE) plant Schließungen und arbeitet an Neustrukturierung der Standorte

Dähre nicht betroffen

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Die Zweigstelle der Vereinigte Saatzuchten (VSE) in Dähre wurde im Jahr 2013 durch umfangreichen Baumaßnahmen saniert. Dieser Standort und die weiteren Zweigstellen Clenze und Salzwedel sind von den geplanten Schließungen nicht betroffen. Nur im Kreis Uelzen stehen Veränderungen an.

ib / hwp Uelzen / Dähre. Die neuen Vereinigten Saatzuchten eG (VSE) stellen sich für die Zukunft auf: Nach der Verschmelzung der Vereinigten Saatzuchten Ebstorf-Rosche und der Saatbau Clenze folgte die erste gemeinsame Bilanz.

Diese wurde am Donnerstag, 14. Dezember, in der Generalversammlung in Uelzen vorgestellt. Auch im kommenden Wirtschaftsjahr stehen große Aufgaben an. So plant die Genossenschaft mit ihren rund 250 Mitarbeitern unter anderem die Schließung von Standorten und möglicherweise einen zentralen Neubau „auf der grünen Wiese“, wie der geschäftsführende VSE-Vorstand Volker Bormann im AZ-Gespräch sagt. Gleichzeitig betont er ausdrücklich: Kündigungen stünden nicht an.

Von den insgesamt 20 VSE-Standorten seien einige längst in die Jahre gekommen. Die Abwicklung der Warenanlieferung werde dort deswegen immer problematischer. „Deshalb müssen einige Standorte flott gemacht werden“, so Bormann. Von anderen müsse man sich wohl aber auch trennen, so die Überlegungen. Auch ein Ausbau der VSE-Siloanlagen im Uelzener Hafen sei eine Option, meint Vorstand Eckhard Hinrichs.

Die Zweigstellen der VSE im Altmarkkreis Salzwedel sind nicht betroffen vom Vorhaben aus Ebstorf. Erst im Jahr 2013 wurde der Standort in Dähre durch umfangreichen Baumaßnahmen saniert. „Viel zu wertvoll sind die beiden Zweigstellen. Außerdem sind wir mit diesen super aufgestellt“, erzählt VSE-Vorstand Volker Bormann gegenüber der Altmark-Zeitung. Es ginge bei diesen Planungen mehr um den Uelzener Kreis. Dort sind einige Standorte überwiegend aus den 70er Jahren und kommen den wirtschaftlichen Anforderungen nicht mehr richtig nach.

Das erste gemeinsame Jahr der Vereinigten Saatzuchten Ebstorf mit der Saatbau Clenze nach deren Verschmelzung zu Vereinigten Saatzuchten eG (VSE) war ein arbeitsreiches: Zwar wurde im zurückliegenden Wirtschaftsjahr vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 mehr Masse bewegt, die Wertumsätze sind jedoch gesunken. Insgesamt setzten die VSE 425 781 Tonnen an Waren und Dienstleistungen um – ähnlich viel wie 2015 / 2016. Doch der monetare Umsatz sank von 145 Millionen auf 137 Millionen Euro.

Das zurückliegende Wirtschaftsjahr zeige, dass das Tagesgeschäft für die Genossenschaft immer anspruchsvoller wird. Doch Volker Bormann betont ganz klar einen Punkt, in der strategischen Ausrichtung, die sich die VSE nach der Verschmelzung gegeben hat: „Wir bleiben weiterhin eigenständig, stabil, wettbewerbsfähig und ‘grün’“.

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