VG ist für Umsetzen der Hygienemaßnahmen in den Kitas verantwortlich

Dähre: Mund-Nasen-Schutz „befremdlich“?

Auch in der Beetzendorfer Kita „Haus der kleinen Füße“ müssen die Eltern die Kinder an der Tür abholen und Mund-Nasen-Schutz tragen, genauso wie in allen anderen Kitas der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf.
+
Auch in der Beetzendorfer Kita „Haus der kleinen Füße“ müssen die Eltern die Kinder an der Tür abholen und Mund-Nasen-Schutz tragen, genauso wie in allen anderen Kitas der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf.

Dähre/Beetzendorf – Nicole Sitte aus Dähre stört sich an den aktuell geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in den Kitas.

„Seit Montag letzter Woche ist das Betreten der Kindertagesstätten der Verbandsgemeinde Beetzendorf nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich. Eine Begründung hierfür erfolgte nicht“, schreibt sie.

Und weiter: „Da wir Eltern nach wie vor die Gebäude der Einrichtungen nicht betreten dürfen, gilt dies für den Außenbereich und nur für uns Eltern. Dies ist natürlich auch für die Kinder eine befremdliche Situation.“ Nicole Sitte will wissen, auf welcher Grundlage dies umgesetzt wird und welchen Sinn diese Maßnahme haben soll.

Anja Schrader, Hauptamtsleiterin der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf, klärt auf: „Die Regelung mit dem Mund-Nasen-Schutz ist schon viel länger gültig, nicht erst seit letztem Montag.“ Bis zum 26. August habe mit dem alten Erlass des Landes Sachsen-Anhalt vom 10. Juli generell Mund-und-Nasenbedeckungspflicht für Eltern in den Einrichtungen gegolten.

„Seit dem 27. August ist die Verbandsgemeinde als Träger für alles verantwortlich, entscheidet für sich“, erläutert Schrader. Am 2. September habe es eine Beratung mit allen Kita-Leiterinnen gegeben.

Dabei sei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in dem Bereich als sinnvoll erachtet und die Maskenpflicht für Außenstehende der Einrichtung (also auch die Eltern) festgelegt worden.

Die Verantwortung sei vom Land auf die Trägerkommune übertragen worden. Das Tragen dieses Mund-Nasen-Schutzes solle nicht dem Eigenschutz, sondern als Fremdschutz dienen, informierte die Hauptamtsleiterin. „Wir müssen ja auch Rechenschaft ablegen. Ich hoffe auf das Verständnis der Eltern.“

Woran sich die Eltern vielleicht stören könnten, sei, dass nun auch ein Schild vor den Kitas auf das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes hinweise. Das Tragen sei aber schon immer Pflicht gewesen.

„Für die Kinder ist der Alltag so wie vor der Pandemie, alles im Normalbereich, bis auf das Abgeben an der Tür“, betont Anja Schrader. Das Abgeben der Kinder an der Tür sei das Sicherste. Und das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes gehöre zu den Hygiene-Empfehlungen: „Die haben wir sehr gut geregelt. Das machen wir nicht, um jemanden zu ärgern“, so Anja Schrader gegenüber der AZ. VON CHRISTIAN REUTER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare