Erste dezentrale Corona-Impfungen in der Verbandsgemeinde

„Bin froh, geimpft zu sein“

Eberhard Dierks wird von Dipl.-Med. Holger Altknecht geimpft.
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Im Gesundheitszentrum Winterfeld wurde Eberhard Dierks von Dipl.-Med. Holger Altknecht geimpft. Dabei waren auch (v.l.) Doreen Appelt, Ninett Schneider, Anna-Lena Biel, Dr. Kathrin Stuhec und Ute Gericke-Mückenheim.
  • Christian Reuter
    vonChristian Reuter
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Nachdem Ende Februar in Letzlingen der Startschuss für das dezentrale Impfen gegen Covid-19 im Altmarkkreis Salzwedel gefallen war, gab es nun auch in der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf die ersten Termine außerhalb der Impfzentren in Gardelegen und Salzwedel.

Am Mittwoch herrschte ab 8 Uhr im Gesundheitszentrum in Winterfeld reges Treiben. Dipl.-Med. Holger Altknecht und Anna-Lena Biel vom Impf-Team des Altmarkkreises sorgten dafür, dass bis 15 Uhr 102 über 80-jährige Frauen und Männer die Immunisierung gegen Covid-19 erhielten.

Unterstützung bekamen sie dabei von den Medizinischen Fachangestellten des Gesundheitszentrums sowie Dr. Kathrin Stuhec und Ninett Schneider, Bürgermeisterin der Gemeinde Apenburg-Winterfeld, die sich um die Organisation kümmerten. Auch Bundeswehrsoldaten aus Havelberg halfen dabei mit.

Wilfried Jennerich aus Salzwedel ließ sich in Jübar impfen, weil er im Impfzentrum keinen Termin bekam.

Mit dem Serum von Biontech/Pfizer geimpft wurden nicht nur Bürger aus der Gemeinde, sondern auch Menschen aus umliegenden Orten, die bisher noch keinen Termin in den Impfzentren erhalten hatten, informierte Schneider auf AZ-Nachfrage. „Ich freue mich über die große Beteiligung am Impfen. 95 Prozent der über 80-Jährigen haben das Angebot angenommen“, sagte sie. Diejenigen, die am Mittwoch ihre erste Corona-Schutzimpfung erhielten, sollen am 31. März die zweite Dosis bekommen.

Dr. Kathrin Stuhec, die in Winterfeld als Hausärztin praktiziert, kündigte an, ihre Patienten im Rahmen der Sprechstunden zu impfen, sobald dies möglich ist. Voraussichtlich ab April soll es so weit sein.

In Jübar wurde am Donnerstag im Dorfgemeinschaftshaus geimpft, Bürgermeister Carsten Borchert hatte das organisiert. Zu den 116 Bürgern, die sich dort piksen ließen, gehörte auch Wilfried Jennerich aus Salzwedel. „Ich hatte bisher keinen Termin im Impfzentrum erhalten. Da habe ich beim Jübarer Bürgermeister angerufen, und so durfte ich heute kommen“, berichtete der 81-Jährige.

Seine Frau habe schon Corona gehabt und dürfe deshalb erst in einem halben Jahr geimpft werden. Sie sei zwar nicht zur Behandlung im Krankenhaus gewesen, habe aber schweren Husten gehabt. „Ich bin froh, geimpft zu sein und jetzt diese Sicherheit zu haben“, zeigte sich Wilfried Jennerich erleichtert.

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