Beetzendorfer sind gegen eine Spar- und Übergangslösung

Bürgerinitiative will Hort mit Zukunft

Bolzplatz neben der Grund- und Sekundarschule Beetzendorf
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Die Bürgerinitiative „Ein Hort mit Zukunft“ wünscht sich einen großzügigen Hort-Neubau auf dem Bolzplatz an der Beetzendorfer Grund- und Sekundarschule (im Hintergrund rechts) und keine Sparvariante auf dem Schulhof, wo schon seit 2015 ein Hort-Container steht.
  • Christian Reuter
    vonChristian Reuter
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Der Hort an der Beetzendorfer Grund- und Sekundarschule platzt aus allen Nähten. Deshalb ist als Erweiterung ein Neubau geplant (AZ berichtete). Nun hat sich die Bürgerinitiative (BI) „Ein Hort mit Zukunft“ gegründet, der, wie der Name schon sagt, für eine dauerhafte Lösung und gegen eine Sparvariante kämpft.

Die Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf wolle als Träger des Hortes am 9. Juni einen Neubau für nur 48 Kinder beschließen und dafür die Planung in Auftrag geben, informierte Carina Emig in einer Pressemitteilung. Dadurch würde über Jahre wieder eine dezentrale Lösung, sogar unter Einbeziehung von Kindergartenräumen mit Ausnahmegenehmigungen, entstehen, was aus Sicht der VG auch in Zukunft vertretbar sei. Benötigt werde in den nächsten Jahren aber Platz für mehr als 150 Kinder, sowohl in der Schule als auch im Hort.

„Die Bürgerinitiative ist mit einer solchen Spar- und Übergangslösung nicht einverstanden“, sagte Emig. In der BI engagierten sich besorgte Eltern und Großeltern, unterstützt vom Hort- und Kita-Kuratorium und in Absprache mit Hortnerinnen und verschiedenen Beetzendorfer Gemeindevertretern.

Die Bürgerinitiative fordert ein zukunftsorientiertes Hortplanungskonzept und einen sinnvollen, großen Neubau auf dem Bolzplatz hinter dem Sekundarschulhof. Das „Bolzplatz“-Grundstück sei seit Jahren ungenutzt und gehöre der Gemeinde Beetzendorf, die den Eltern-Vorschlag unterstütze.

Das Problem sei: Träger des Hortes und damit Entscheider ist die Verbandsgemeinde, nicht die Gemeinde Beetzendorf. „Die Verbandsgemeinde hingegen möchte einen kleinen Neubau für 48 Kinder durchsetzen, der direkt am Schulhof der Grundschule entstehen soll“, erklärte Emig. Dafür müsste für 60.000 Euro ein alter Schornstein gesprengt werden. „Geld, das man auch in einen sinnvollen Neubau stecken könnte. Der Schulhof der Beetzendorfer Grundschule gleicht schon jetzt einer Asphaltwüste, bietet kaum Rückzugsräume und ist für mehr als 150 Kinder mit Bewegungsdrang viel zu klein“, betonte die BI-Vertreterin.

Ein attraktiver Hort sei wichtig: für die Beetzendorfer Kinder, denn sie bräuchten viel Platz zum Spielen, für Eltern und Großeltern, damit sie guten Gewissens ihrer Arbeit nachgehen könnten, für die Grundschule, damit Schulräume endlich wieder als Fachräume genutzt werden könnten, für die Hortnerinnen, damit sie ihrem pädagogischen Auftrag gerecht werden könnten und nicht zuletzt auch für die Gemeinde, damit Beetzendorf in Zukunft attraktiv bleibe für junge Familien.

Für den Abend des 1. Juni war ein Gesprächstermin zwischen der BI und VG-Vertretern geplant, teilte Emig mit.

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