Breitbandausbau in der Gemeinde Kuhfelde Thema der jüngsten Ratssitzung

„Der Bürger entscheidet, ob das Glasfasernetz kommt“

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Bürgermeister Günther Serien (l. im Bild) gratulierte Michael Schattenberg, der als Ratsmitglied der Gemeinde Kuhfelde nachrückte.

Siedenlangenbeck. Günther Serien ist in der Ratssitzung am Dienstagabend als neuer Bürgermeister der Gemeinde Kuhfelde vereidigt worden. Den formellen Akt nahm Ralf Hentschel als ältestes Ratsmitglied vor.

Günther Serien (links) empfing selbst Glückwünsche zur Wahl zum Bürgermeister vom ältesten Ratsmitglied Ralf Hentschel. 

Günther Serien war bereits am 11. November als Bürgermeister gewählt worden. Während der Ratssitzung am Dienstag in Siedenlangenbeck gab es noch weitere Personalien. Michael Schattenberg rückte als Ratsmitglied für Günther Serien nach.

Kathrin Vorpahl ist die neue stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Kuhfelde.

Kathrin Vorpahl wurde als stellvertretende Bürgermeisterin gewählt. Einen breiten Raum in der Beratung nahm der Breitbandausbau in der Gemeinde Kuhfelde ein. Christian Pospiech vom Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) erläuterte dem Rat und den Gästen das Vorhaben. Pospiech ist Sachbearbeiter für das Projektgebiet III, das Gardelegen, Klötze und die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf umfasst. Allein in diesem Gebiet betrage die Netzlänge fast 800 Kilometer, etwa 48 Millionen Euro seien an Investitionskosten veranschlagt. Der Breitbandbedarf steige stetig, erläuterte Pospiech. Habe die Datenübertragungsrate im Jahr 2000 noch bei 0,5 MBit/s gelegen, so rechne man für 2020 bereits mit 100 MBit/s und für 2030 sogar mit über 1000 MBit/s. Im Projektgebiet III befinde sich der ZBA derzeit in der Planungsphase, Baustart sei wahrscheinlich im vierten Quartal 2019. „Warum dauert das alles so lange?“, wollte ein Ratsmitglied wissen. Dies hänge damit zusammen, dass für den Ausbau Fördermittel beantragt werden, und erst nach der Freigabe der Mittel könne der Ausbau beginnen. „Wir wollen ein flächendeckendes Netz bis ins Haus bauen, nicht auf Basis von Kupferleitungen, sondern Glasfaser“, betonte Pospiech. Kein Telekommunikationsunternehmen sei dazu bereit, „weil es zu teuer ist“.

Im Ort Kuhfelde selbst dürfe der ZBA bestimmte Bereiche nicht ausbauen, dies habe mit den Förderrichtlinien zu tun. Nicht nur diese Aussage stieß auf wenig Verständnis bei den Zuhörern. Wie kann dann der Ausbau überhaupt gelingen? „Wir appellieren an Sie, Vorverträge abzuschließen. Im Prinzip entscheidet der Bürger, ob das Netz kommt. Eine Mindestakzeptanzquote ist nötig“, sagte Pospiech.

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