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Breitbandausbau in Wallstawe lässt auf sich warten

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Von: Christian Reuter

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Glasfaserkabel
Glasfaserkabel wurden im vergangenen Jahr in Wallstawe im Auftrag des Zweckverbands Breitband Altmark (ZBA) verlegt. Der angekündigte Ausbau durch das Unternehmen DNS:Net ist aber bisher noch nicht erfolgt. © Christian Reuter

„Die größte Herausforderung im vergangenen Jahr war Corona“, sagt Ralph Jürges, Bürgermeister der Gemeinde Wallstawe, beim Rückblick auf 2021. Im Dorfgemeinschaftshaus in Ellenberg hatte die Gemeinde auch zwei Impftermine für Menschen über 80 Jahre angeboten, die auch gut genutzt wurden. Auch für dieses Jahr hat sich der Gemeinderat einiges vorgenommen. Zu den wichtigsten Vorhaben gehören die Sanierung des Wohnblocks in Wallstawe und Straßenreparaturen.

Wallstawe. Eigentlich sollte mit der Sanierung des Wohnblocks an der Bahnhofstraße in Wallstawe bereits 2021 begonnen werden. „Das Vorhaben muss aber noch warten, weil der Haushalt noch nicht beschlossen ist“, sagte Jürges auf AZ-Nachfrage. Der Etat soll nun auf der ersten Ratssitzung des neuen Jahres am 24. Januar verabschiedet werden.

Im Wohnblock sollen vier der insgesamt 16 Wohnungen auf Vordermann gebracht und die Heizungsanlage erneuert werden (AZ berichtete). Geld investiert werden soll auch in zwei Straßen: die Lindenstraße in Ellenberg und die Molkereistraße (Bitumenabschnitt) in Wallstawe. „Bei den beiden Straßen ist eine Oberflächenbehandlung vorgesehen“, erklärte der Bürgermeister. Das heißt, nur eine dünne Asphaltschicht werde aufgetragen. Dies könne aber erst erfolgen, wenn es das Wetter zulasse, also erst im Frühjahr.

Geplant war 2021 auch der Breitbandausbau. Da der Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) Glasfaserkabel nur bis zum nächsten Verteilerkasten verlegt, wollte das Unternehmen DNS:Net den Ausbau bis in die Wohnungen vornehmen, zumindest teilweise. Im Ort Wallstawe selbst sollte bis zum Stichtag am 30. Juni mindestens eine Quote von 50 Prozent beim Abschluss der Verträge erreicht werden (oder 70 Haushalte). „Es wurden sogar knapp 80 Verträge, aber bisher ist kein Ausbau erfolgt. Still ruht der See. Das ist äußerst unbefriedigend“, klagte Ralph Jürges.

Er habe am 22. November die letzte Anfrage an das Unternehmen DNS:Net gerichtet, aber noch immer keine konkrete Antwort erhalten, außer dass der Ausbau vorbereitet werde. „Alle warten auf den Ausbau, und es geht nicht vorwärts“, sagte der Bürgermeister.

Von der DNS:Net Internet Service GmbH in Berlin war am Montag, 17. Januar, noch keine Stellungnahme zu erhalten, diese soll am Dienstagnachgereicht werden.

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