Bis zum 30. Juni ist noch Zeit

Bisher erst 20 Verträge in Wallstawe: Bürgermeister wirbt für Glasfaserausbau

Glasfaserkabel werden verlegt
+
Glasfaserkabel werden derzeit in Wallstawe verlegt. Doch bisher haben nur wenige Einwohner einen Vertrag mit dem Netzbetreiber DNS-Net abgeschlossen. Bis zum 30. Juni ist dafür noch Zeit.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
    schließen

In der Gemeinde Wallstawe schreitet der Glasfaserausbau durch den Netzbetreiber DNS-Net voran, doch bisher scheinen nur wenige Bürger Interesse am schnellen und zukunftsfähigen Internet zu haben. Das war zumindest das Fazit der jüngsten Sitzung des Wallstawer Gemeinderates am Montag, 14. Juni, im Dorfgemeinschaftshaus in Umfelde.

„Es sollen erst 20 Verträge sein, das kann ich gar nicht glauben“, sagte Bürgermeister Ralph Jürges. Er habe sich deshalb sogar mit Vertretern des Netzbetreibers gestritten. Denn schließlich seien im ganzen Ort die Vertragsunterlagen verteilt worden. Jürges rief die Bürger dazu auf, an den Infoveranstaltungen teilzunehmen, um sich umfassend zum Glasfaserausbau beraten zu lassen.

Die Altmark zähle zu den am größten zusammenhängenden FTTH-Ausbaugebieten der Bundesrepublik und sei derzeit das umfangreichste geförderte ländliche Breitbandprojekt Deutschlands, heißt es auf der Homepage von DNS-Net (FTTH: „Fibre to the Home“ bedeutet, dass die Datenübertragung von der Vermittlungsstelle bis zum Anschluss des Kunden vollständig über Glasfaser erfolgt). Das Ziel sei die flächendeckende Versorgung der Altmark mit Glasfaser bis in jeden Ort und die Chancengleichheit für alle Altmarkbewohner.

Da jedoch gemäß der Förderkriterien nicht in allen Regionen gefördert werden könne, „haben sich die Geschäftsführung des ZBA (Zweckverband Breitband Altmark, d. Red.), der Landrat Michael Ziche und die Geschäftsleitung der DNS-Net nach der Analyse der noch unterversorgten Gebiete und sogenannten ,schwarzen Flecken‘ dazu entschlossen, diese Lücken durch den raschen privatwirtschaftlichen Ausbau seitens der DNS-Net für zahlreiche Ortschaften zu beseitigen“.

Dass es bisher erst 20 Vertragsabschlüsse für Wallstawe gibt, bestätigt DNS-Net-Pressesprecherin Claudia Burkhardt auf AZ-Nachfrage. Um auszubauen, sei allerdings eine Vorvertragsquote von mindestens 50 Prozent erforderlich. Noch bis zum 30. Juni haben alle Interessenten Zeit, einen Vorvertrag abzuschließen, teilt Claudia Burkhardt mit.

Die nächsten Infoveranstaltungen zum Glasfaserausbau finden am 22. Juni und 29. Juni (jeweils dienstags) von 17 bis 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Wallstawe statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare