Das Landesverwaltungsamt kontrolliert

Biogasanlage Beetzendorf: Hühnerkot stank zum Himmel

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Geruchsbelästigungen aus der Beetzendorfer Biogasanlage sorgten im vergangenen Jahr für Ärger bei Anwohnern. Nun steht die Ursache dafür fest: Hühnerkot, der nicht abgedeckt gelagert war, teilte das Landesverwaltungsamt mit.

Beetzendorf – Die Biogasanlage in Beetzendorf hatte im vergangenen Jahr für Ärger gesorgt. Anwohner fühlten sich durch unangenehme Gerüche und auch durch Lärm in ihrem Wohlbefinden gestört.

Gerd Beyer hatte deshalb rund 100 Unterschriften gesammelt von Bürgern, die in der August-Bebel-, Friedens- und Lindenstraße sowie im Vierland wohnen. Die Anwohner hatten die Beseitigung der Geruchsbelästigungen durch die nahe Biogasanlage an der Tangelner Straße gefordert.

Nun scheint die Ursache gefunden. Am 7. Dezember hatte das Landesverwaltungsamt (LVA) eine „unangekündigte anlassbezogene Anlagenkontrolle“ durchgeführt, teilte Pressesprecherin Denise Vopel auf AZ-Nachfrage mit. Anlass sei eine Beschwerde der Gemeinde Beetzendorf gewesen. Ergebnis der Kontrolle: Es sei „eine nicht genehmigungskonforme Lagerung von Hühnertrockenkot festgestellt“ worden. Konkrekt heißt das, der Hühnerkot in der Fahrsiloanlage sei nicht abgedeckt gelagert worden. Dies sei als Ursache für Geruchsbelästigungen anzusehen. LVA-Mitarbeiter hätten in anliegenden Straßen auch Geruchsimmissionen deutlich wahrgenommen.

Das Landesverwaltungsamt ist für die Durchsetzung der Auflagen des Bundesimmissionsschutzgesetzes zuständig. Deshalb habe die Behörde den Betreiber der Anlage, die Biogas Beetzendorf GmbH, aufgefordert, umgehend keinen Hühnertrockenkot mehr anzuliefern und die noch auf dem Gelände vorhandene Masse abzudecken und unverzüglich zu verarbeiten.

Am 18. Dezember sei eine Nachkontrolle der angeordneten Maßnahmen veranlasst worden, informierte Vopel. Ergebnis: „Die angeordneten Maßnahmen wurden umgesetzt.“ Geruchsimmissionen seien keine mehr wahrgenommen worden. Bis auf weiteres dürfe in der Biogasanlage kein Hühnerkot mehr verarbeitet werden.

Bleibt noch die Frage nach den Lärmbelästigungen. „Die Ursache für die erhöhte Lärmemission lag an einer defekten Pumpe eines anderen Betreibers“, so Vopel.

VON CHRISTIAN REUTER

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