Verein „Rag Tag“ hat Hamburger Anwaltskanzlei und Bausachverständigen beauftragt

Biker wehren sich gegen Abriss in Ahlum

Galgen an der Westernstadt Ahlum
+
Die Biker wehren sich gegen den Abriss der von ihnen errichteten Ahlumer Westernstadt aus Holz.
  • VonKai Zuber
    schließen

Im Konflikt mit der drohenden Abriss-Verfügung seitens des Bauordnungsamtes des Altmarkkreises Salzwedel und dem auch von dem Rohrberger Bürgermeister Bernd Schulz forcierten Abriss der Westernstadt am Ahlumer See schalten die Biker nun juristische und baufachliche Experten ein.

Die Biker wehren sich gegen den Abriss der von ihnen errichteten Westernstadt aus Holz, denn deren Verein „Rag Tag“ hat jetzt eine renommierte Hamburger Anwaltskanzlei sowie einen namhaften Bausachverständigen in der Sache eingeschaltet, wie Vize-Vereinschef Norbert Wingenfelder der AZ auf Anfrage bestätigte.

„Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass Bernd Schulz sein öffentlich in der Ratssitzung geäußertes Versprechen nicht gehalten hat, noch einmal das Gespräch mit uns zu suchen“, sagte Wingenfelder.

Dies zeige, dass der Rohrberger Bürgermeister überhaupt nicht an einem Dialog in der Sache interessiert sei. „Stattdessen schickte die Gemeinde jetzt ein Anhörungsschreiben raus, dass an uns gerichtet ist“, bedauerte der Vizepräsident des Clubs den Stil des Umgangs miteinander.

Sowohl der beauftragte Bausachverständige als auch die Hamburger Anwaltskanzlei vertreten die Ansicht, dass eine Lösung für den Erhalt der Westernstadt möglich sei. Mit dem Kauf des See-Areals in Ahlum hatte die Gemeinde Rohrberg im vergangenen Herbst auch wissentlich die Westernstadt mit erworben.

„Das besagte und komplett unglaubwürdige Tourismuskonzept für den Ahlumer See halte ich persönlich nur für einen Vorwand. Stattdessen geht es dort aus meiner Sicht offenbar um ganz andere Interessen einiger weniger Personen. Das kann doch aber nicht das Ziel einer Gemeinde sein“, bringt Wingenfelder seinen Ärger auf den Punkt.

„Das Dach der Fischerhütte ist nur halb gedeckt, in dem anderen Teil regnet es nach wie vor rein, riesige Kiesberge machen große Teile des Caravan-Stellplatzes unbefahrbar, der marode Zustand des Camping-Sanitärtraktes ist seit Jahren ein Ärgernis, und der Rasen auf dem gesamten See-Gelände steht mittlerweile einen Meter hoch“, fasste der Biker den für ihn unbefriedigenden Istzustand des gemeindeeigenen Areals zusammen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare