1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Beetzendorf-Diesdorf

BI „Pro Ahlum“ wirft Rohrberger Gemeinderat vor, nicht die Bürgerinteressen zu vertreten

Erstellt:

Von: Christian Reuter

Kommentare

See in Ahlum
Die Bürgerinitiative „Pro Ahlum“ will Einfluss nehmen auf das Tourismuskonzept der Gemeinde Rohrberg, zu dem auch der See gehört. Die BI wirft dem Rat vor, nicht die Interessen der Bürger zu vertreten. © Christian Reuter

Still ruht der See in Ahlum, könnte man meinen. Doch in dem kleinen Dorf regt sich zunehmend Unmut. Die Bürgerinitiative (BI) „Pro Ahlum“, die am 26. August 2021 gegründet worden war, will auf das Tourismuskonzept der Gemeinde Rohrberg Einfluss nehmen (AZ berichtete). Doch trotz zahlreicher gesammelter Unterschriften habe sich bisher nichts getan, beschwerte sich Dorothee Heuer während der jüngsten Sitzung des Rohrberger Gemeinderates. Das BI-Mitglied warf den Ratsmitgliedern vor, nicht die Interessen der Bürger zu vertreten.

Rohrberg. „Der Ahlumer See ist mein Anliegen. Ich spreche für die BI ,Pro Ahlum‘“, meldete sich Dorothee Heuer am Donnerstagabend, 12. Mai, im kleinen Saal in Rohrberg in der Einwohnerfragestunde zu Wort. „Wir haben eine Unterschriftenliste eingereicht, aber bis heute ist nichts passiert. Eure Aufgabe ist es, die Bürger zu vertreten und nicht eure privaten Interessen zu verfolgen“, appellierte Heuer an die Ratsmitglieder.

Hintergrund: Im vergangenen August war im Rat ein Tourismuskonzept vorgestellt worden, dass Amanda Hasenfusz im Auftrag der Gemeinde Rohrberg erstellt hatte. Der Entwurf wurde von Vertretern der BI als utopisch bezeichnet. Die Bürgerinitiative wehrt sich auch gegen das Vorhaben, die von den Bikern des Harley-Davidson-Clubs „Rag Tag“ errichtete Westernstadt abreißen zu lassen (AZ berichtete).

Vom Biker-Club war am Donnerstag, 12. Mai, der Vizepräsident Norbert Wingenfelder zu Gast. Er erinnerte daran, dass die Biker zu Ostern und zum 1. Mai am Ahlumer See beim Vorbereiten der Feste mitgeholfen hatten: „Dabei haben wir festgestellt, wie beliebt wir bei den Bürgern sind.“ Wingenfelder bot der Gemeinde an, einen Arbeitseinsatz am See machen zu wollen. Zudem hätten sie gerne einen Termin mit dem Bürgermeister. Rohrbergs Bürgermeister Bernd Schulz verwies darauf, dass beim Altmarkkreis ein Verfahren wegen der Räumung der Westernstadt laufe. Schulz bezweifelte zuerst die Sinnhaftigkeit, noch mal im kleinen Kreis zu sprechen, sagte Wingenfelder dann aber doch zu, einen Terminvorschlag zu schicken. Apropos Termin. Am kommenden Mittwoch soll es laut Schulz eine interne Arbeitsberatung mit der BI, der Dorfgemeinschaft und der Feuerwehr geben.

Der Bürgermeister betonte auch, dass nicht alle, sondern 38 Prozent der Ahlumer auf der Liste der BI unterschrieben hätten. Und: „Die, die das wollen, sind sehr laut.“

Auch interessant

Kommentare