Bekannte Sketche nachgespielt: Loriot-Abend im Apenburger Bürgerhaus kam gut an

„Berta, das Ei ist hart“

Da blieb kein Auge trocken: Die Zuschauer des Loriot-Abends im Apenburger Bürgerhaus hatten am Montag sichtlich ihren Spaß. Nach Männerabend, Schulgeschichten, Mysteriöses zur Nacht, Erotisches zur blauen Stunde und weiteren Themen war es der siebte Leseabend.

Apenburg. Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, wäre dieser Tage 88 Jahre alt geworden. Der wohl vielseitigste deutsche Humorist verstarb im August dieses Jahres. Zu seinen Ehren ging der siebte Leseabend der Apenburger Bibliothek als Loriot-Abend über die Bühne.

„Diesmal hatte ich überhaupt keine Probleme, Mitwirkende zu finden“, freute sich Bibliotheksleiterin Irmtraud Subke über die große Resonanz. So hatten sich eine Reihe von Apenburgern sofort bereit erklärt, einige bekannte Sketche von Loriot nachzuspielen. Auch die Zuschauer ließen nicht lange auf sich warten. Im Nu waren die rund 50 Sitzplätze im Bürgerhaus besetzt.

Den Auftakt des amüsanten Abends bestritt ein Stapener. So mimte Dietmar Liebig den parteilosen Bundestagsabgeordneten Werner Bornheim, der es gekonnt schaffte, mit vielen Worten nichts zu sagen.

Birgit und Dirk Erxleben stellten ein Ehepaar dar, das sich auf einen Besuch bei Bekannten vorbereitete. Wie so oft in Loriots Sketchen mussten sie in ihrem Gespräch schlussendlich feststellen: „Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen.“

Als Sven Schüler „Das Ei“ ankündigte, ging ein Raunen durch den Raum. Jeder wusste, was nun kommen sollte. Die Diskussionen darüber, ob das Frühstücksei nun viereinhalb Minuten oder gefühlt viereinhalb Minuten gekocht hatte, endete mit dem Ausspruch, den jeder Loriot-Fan bekannt sein dürfte: „Ich bringe sie um, morgen bringe ich sie um.“

Eine nicht minder amüsante Ehekrise spielten Doreen und Thomas Schulz. Denn das Herrmann zum Feierabend „einfach nur sitzen“ wolle, konnte seine Frau gar nicht verstehen.

Was sich ein Ehepaar noch zu sagen hat, wenn die Mattscheibe plötzlich schwarz bleibt, zeigten Kerstin Kliep und Peter Kintzel.

Und über die passende Garderobe der Ehefrau machten sich Gundula und Mario Grabenstein Gedanken.

Der Leseabend diente auch dafür, Werbung für die Apenburger Bibliothek zu machen. Immer dienstags von 16 bis 18 Uhr können dort Bücher und andere Medien entliehen werden.

Von Matthias Mittank

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