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Beetzendorfer Schüler helfen Ukraine-Flüchtlingen

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Von: Christian Reuter

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Das Beetzendorfer Gymnasium unterstützt Flüchtlinge aus der Ukraine mit Hygiene-Startersets: Am Donnerstag, 17. März, half die Klasse 8a beim Einladen der Kartons, die von der Diakonie Altmark West aus Salzwedel abgeholt wurden. © Christian Reuter

Durch den Krieg in der Ukraine haben bereits rund 2,5 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Auch im Altmarkkreis Salzwedel sind die ersten Flüchtlinge eingetroffen, die oft nicht mal das Nötigste zum Leben dabei haben. Das Beetzendorfer Gymnasium hilft diesen Menschen mit Hygiene-Startersets. Am Donnerstag, 17. März, wurden fast 60 Kartons mit solchen Sets von der Flüchtlingshilfe der Diakonie Altmark West aus Salzwedel abgeholt.

Beetzendorf. „Wenn Flüchtlinge hierherkommen, haben sie nichts. Und es dauert zwei bis drei Tage, bis sie Geld bekommen“, erklärt Evelyn Ruppert-Schulze, die seit Anfang November 2015 die Flüchtlingshilfe im nördlichen Bereich des Kirchenkreises Salzwedel koordiniert.

Für Flüchtlinge aus der Ukraine etwas tun wollten auch die Schüler des Beetzendorfer Gymnasiums. „Wir sind dagegen, nur Geld zu geben, möchten mehr praktische Hilfe leisten“, sagt die Lehrerin Christina Gille-Hansch. Vom Schülerrat des Gymnasiums sei die Idee gekommen, Startersets für die Flüchtlinge zusammenzustellen.

In den Beuteln befinden sich Dinge des täglichen Bedarfs. Hygieneartikel wie Zahnbürste, Duschbad, aber auch Baby-Sachen und Konserven. Nicht zu vergessen: Kuscheltiere und auch Karten mit guten Wünschen („Viel Glück“), die manche Schüler den Sets noch beigefügt haben, wie Gille-Hansch mitteilt. Jeder Schüler habe ein Produkt gekauft, und daraus seien dann die Pakete gepackt worden. Alles sei privat finanziert worden. Damit es nicht zu viele mehrfach gekaufte Produkte gebe, habe jeder Klassensprecher eine Liste erhalten, was alles in die Starter-Sets hinein gehöre.

Am Donnerstagmittag, 17. März, trafen zwei Fahrzeuge am Gymnasium ein, die die fast 60 Kartons abholten. Am Steuer saßen Evelyn Ruppert-Schulze und Mustafa Beirahdar. „Mustafa war 2015 aus Syrien geflüchtet und hilft seit etwa zwei Jahren bei der Diakonie mit“, berichtet Ruppert-Schulze. 2015 habe die Diakonie Altmark West auch mit der Flüchtlingshilfe begonnen. Damals kamen viele Flüchtlinge wegen des Krieges in Syrien nach Deutschland.

Nun benötigen immer mehr Menschen aus der Ukraine dringend Hilfe. Die Hygiene-Startersets leisten dabei einen wichtigen Beitrag. Derzeit werden die Kartons in einem Raum in der Siedlung des Friedens in Salzwedel gelagert, informiert Ruppert-Schulze. Wenn in Salzwedel jemand einen Raum zum Lagern von Paketen für Flüchtlinge hat, sollte er sich unter Tel. (01 52) 02 64 13 67 bei Evelyn Ruppert-Schulze melden.

Was das Beetzendorfer Gymnasium angeht, so wird diese Aktion wohl nicht die letzte für Flüchtlinge aus der Ukraine gewesen sein, hieß es vor Ort.

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