Arbeitseinsatz am 23. November

Beetzendorfer Park soll wieder schön werden: Wildwuchs geht es an den Kragen

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Der Beetzendorfer Park sieht zum Teil recht ungepflegt aus. Dies soll sich ändern. Am 23. November wird es einen Arbeitseinsatz geben. Zudem soll ein Arbeitskreis gebildet werden, der das weitere Vorgehen koordiniert.

Beetzendorf – „In den 1970er und 1980er-Jahren war der Beetzendorfer Park, ein dendrologischer Lehrpfad, noch attraktiv. Heute ist er verwildert und verkommen“, sagte Folker Rattey während der jüngsten Sitzung des Beetzendorfer Ausschusses für Bau, Ordnung und Umwelt.

Folker Rattey, ein ehemaliger Lehrer, war auf Einladung des Ausschussvorsitzenden Jürgen Friedrichs zu Gast, um über den Park zu berichten.

„Der Beetzendorfer Park ist schon immer ein wesentlicher Bestandteil des Ortes gewesen und soll es bleiben. Das sehe ich aber in Gefahr“, erklärte Rattey.

Als Lehrer habe er gemeinsam mit seinen Schülern Pflegearbeiten im Park übernommen, wobei es vor allem um das Beseitigen von Wildwuchs gegangen sei. Bis zur Wende habe er sich mit den Schülern noch um den Park gekümmert, danach sei dies nur noch sporadisch erfolgt. Größere Neuanpflanzungen habe es nur zweimal gegeben: 1973 und 1998. Heute habe der Park nicht mehr die Ausstrahlung wie früher. Zahlreiche Pflanzen seien bereits verschwunden, wie zum Beispiel die Schirm-Magnolie, die Lederblume und der japanische Flieder.

„Wir müssen uns in irgendeiner Art und Weise dem Park verpflichtet fühlen. Pflegemaßnahmen müssen kontinuierlich erfolgen“, betonte Rattey. Auch Stürme haben seiner Aussage nach dem Park „wahnsinnig zugesetzt“. Von 36 Sumpfzypressen gebe es nur noch 24. Aber das Schlimmste, was er erlebt habe, sei das Fällen des alten Tulpenbaumes gewesen: „Ich weiß bis heute nicht, warum das geschehen ist. Das ist ein großer Verlust. So einen Baum habe ich in der ganzen Altmark nicht gesehen.“

Jürgen Friedrichs, von Beruf Förster, klärte auf: „Der Baum wies im Ansatz des Kronenbereiches Fäule auf. Wir hätten ihn so stutzen müssen, dass er wohl kaum überlebt hätte.“ Und da direkt neben dem Tulpenbaum ein Garagentrakt stand, habe die Gefahr des Darauffallens bestanden. „Es war damals die richtige Entscheidung gewesen, um Schaden abzuwenden“, erklärte Friedrichs, der am Dienstagabend auch noch eine gute Nachricht verkünden konnte: Es soll wieder ein Tulpenbaum gepflanzt werden, und zwar noch in diesem Herbst.

Einen Kostenvoranschlag für den Baum gebe es bereits. Bürgermeister Lothar Köppe bestätigte dies: „Wir werden den Baum auf jeden Fall pflanzen.“ Wie soll es sonst mit dem Park weitergehen? Zunächst soll ein Arbeitskreis gebildet werden und eine Bestandsaufnahme erfolgen, erläuterte Jürgen Friedrichs. Und bereits am 23. November soll es einen Arbeitseinsatz im Park geben mit dem Schwerpunkt Frühlingswiese. „Alle unsere Gemeindearbeiter sind dann mit Technik vor Ort. Zurzeit tragen Ein-Euro-Kräfte die abgesägten Äste auf die Wege, damit die von dort abtransportiert werden können“, sagte Lothar Köppe.

VON CHRISTIAN REUTER

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