Beetzendorf: Bauausschuss empfiehlt, Tempo auf ländlichen Wegen zu begrenzen

„Wir wollen mehr Sicherheit schaffen“

Weg von Käcklitz nach Gischau
+
Auf dem ländlichen Weg von Käcklitz nach Gischau halten sich viele Kraftfahrer nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 km/h. Deshalb empfiehlt der Beetzendorfer Bauausschuss, das Tempo auf 30 zu begrenzen.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
    schließen

Probleme mit Rasern auf ländlichen Wegen gibt es in der Gemeinde Beetzendorf. Konkret handelt es sich dabei um die beiden Verbindungswege von Audorf nach Siedenlangenbeck (AZ berichtete) und von Käcklitz nach Gischau. Nun empfiehlt der Beetzendorfer Bauausschuss, das Tempo und die Tonnage zu begrenzen, um den Verkehr auf den Wegen zu reduzieren. Dies ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung am Donnerstag, 1. Juli.

Die insgesamt vierstündige Beratung begann mit einer Ausfahrt zu vier Stationen, an denen sich die Ausschussmitglieder einen eigenen Eindruck zur jeweiligen Problematik verschaffen konnten. Am ländlichen Weg von Käcklitz nach Gischau sagte Enrico Lehnemann: „Es gab hier schon mal einen Unfall zwischen einem Traktor und einem Pkw. Wie lange will man noch warten? Bis noch mehr passiert?“ Das Problem an dem Weg seien mehrere Einfahrten zu den angrenzenden Wiesen, weil dort Büsche oder Bäume den Landwirten die Sicht versperrten. Und viele Autofahrer hielten sich nicht an das vorgeschriebene Tempo.

Zudem gebe es auf dem Weg einen starken Wildwechsel. „Aber nur ein Stück Hecke wegzunehmen, bringt uns nichts. Wir haben auch naturschutzfachliche Belange zu berücksichtigen“, betonte Lehnemann. Er schlug vor, den Weg für Raser unattraktiv zu machen, zum Beispiel durch aufschraubbare Poller. Außerdem könne man an den Einfahrten zu den Wiesen die Flanken wegnehmen. Es gehe nicht darum, den Verkehr wegzubekommen, sondern mehr Sicherheit zu schaffen.

Bürgermeister Lothar Köppe sagte, es gebe die Aufforderung vom Umweltamt, den Weg von Audorf nach Siedenlangenbeck für den Durchgangsverkehr ganz zu sperren. „Ich schlage vor, den Weg auf Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen und nur noch 10 km/h (derzeit 7,5 t und 30 km/h, d. Red.) zu begrenzen“, so Köppe. Ein Tempo von 10 km/h hielten allerdings mehrere Ausschussmitglieder für „ein wenig zu langsam“.

Der Bürgermeister erklärte: „Wir müssen den Weg nicht sperren, aber es wäre sinnvoll, den Verkehr zu begrenzen.“ Schließlich empfahl der Bauausschuss, beide Wege auf Tempo 30 und 3,5 Tonnen zu begrenzen. Und der Bürgermeister solle sich um die rechtliche Prüfung der geforderten Sperrung kümmern, hieß es.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare