Fachwerkhaus von 1879 aus Wollenhagen wird wieder aufgebaut

Baustart für Hopfendarre

Die Nummerierung für ein komplexes Puzzle aus Holz.

zu Diesdorf. Das nächste Großprojekt im Diesdorfer Freilichtmuseum beginnt: Der Startschuss für den Aufbau der Hopfendarre, einem zweigeschossigen Fachwerkhaus von 1879 aus Wollenhagen, ist gefallen.

Das Gebäude wird passend in das bereits bestehende Ensemble des mitteldeutschen Vierseithofes eingegliedert. Eine Baulücke unweit des Museums-Verwaltungsgebäudes und nahe der Dorfschmiede wurde dafür ausgewählt.

Das Projekt zielt auf die Wiederbelebung des Böttcher- und Küferhandwerks im Museum ab. Das Vorhaben wurde daher durch das Land Sachsen-Anhalt mitfinanziert. Der Förderzeitraum bis Ende 2014 umfasst das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum. Auch das Programm „Leader plus“ und der Europäische Landwirtschaftsfond unterstützen das Vorhaben, wie Museumschef Friedhelm Heinecke betont.

Mit der Wiederbelebung des Böttcher- und Küferhandwerks im Freilichtmuseum geht für den Meister des Handwerks, Heinrich Gades, ein Lebenstraum in Erfüllung. In der geplanten Ausstellung sollen vor allem die Bezüge zur Region sichtbar werden: Die Entstehung und historische Bedeutung von Salz-, Bier- und Weinfässern soll umfangreich aufgezeigt werden. Auch eine Hopfenausstellung ist geplant.

„In diesem Jahr soll der Rohbau des Fachwerkhauses erfolgen. Im Jahr 2015 soll das Gebäude dann komplett dem Besucherverkehr übergeben werden“, erklärte Museumsschmied und Fachwerk-Experte Manfred Heiser. Früher wurde das Fachwerkhaus in Wollenhagen bei Gardelegen im unteren Bereich als Backhaus und in der oberen Etage als Hopfendarre genutzt. Die uralten Balken des Fachwerks liegen in Diesdorf bereits nummeriert zum Wiederaufbau bereit. 2011 und 2012 wurde das Haus abmontiert und im Freilichtmuseum eingelagert. „Nur ein Teil des Holzes muss im Giebelbereich erneuert werden“, betonte Heiser. Die Baugrube ist bereits ausgehoben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare