DRK-Kreisverband Altmark West will vier Millionen Euro investieren

Baustart für Rohrberger Tagespflege frühestens im Sommer 2022

Baugrundstück in Rohrberg
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Die alte Brennerei in Rohrberg ist längst abgerissen, die Fläche vom Schutt beräumt: Auf dem Gelände an der B 248 plant der DRK-Kreisverband Altmark West den Neubau einer Tagespflege mit altersgerechtem Wohnen. Baustart wird nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Christian Hundt aber frühestens im Sommer 2022 sein.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
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Der Bau der Wohn- und Pflegeeinrichtung in Rohrberg durch den DRK-Kreisverband Altmark West verzögert sich. Baustart werde nach jetzigem Stand frühestens im Sommer 2022 sein, teilte Christian Hundt, Vorstandsvorsitzender des Verbandes mit Sitz in Klötze, am Montag, 23. August, auf AZ-Nachfrage mit.

Die alte Brennerei an der Bundesstraße 248 in Rohrberg ist längst abgerissen und damit ein großer Schandfleck verschwunden. Das Gelände wurde vom Schutt beräumt. Inzwischen wuchert am vielen Stellen bereits wieder das Unkraut. Aber wohl nur vorübergehend.

„Der Bauantrag läuft, wir haben ihn Ende Juli beim Altmarkkreis Salzwedel eingereicht“, erklärte Hundt. Die Behörde habe drei Monate Zeit, den Antrag zu prüfen. Nach der Genehmigung erfolge die Ausschreibung der Bauleistungen und dann der Bau. „Wir wollen im nächsten Jahr starten, voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2022, im Sommer oder im Herbst“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Aktuell sei es schwierig, Material zu bekommen, vor allem Stahl, aber auch andere Werkstoffe. Die Preise seien bei diesen Materialien stark gestiegen, aber Aufschläge bei der Planung schon berücksichtigt. Der DRK-Kreisverband will nach Aussage von Christian Hundt auf dem rund 8.700 Quadratmeter großen Grundstück einen Neubau in L-Form mit 20 altersgerechten Wohnungen und 15 Tagespflegeplätzen errichten.

„Es wird in Massivbauweise, also Stein auf Stein, gebaut. Das Wohnhaus wird zwei Etagen besitzen, und die Tagespflege ist als ebenerdiger Flachbau geplant“, erklärte der DRK-Vorstandsvorsitzende. Die bestehende Einfahrt und die Bushaltestelle sollen erhalten bleiben.

Die Bauzeit soll etwa ein Jahr betragen. Die Vorbereitung und Planung des Neubaus werde von Marco Kelle von der Plankonzept GmbH aus Sandersdorf-Brehna erstellt. Den Bau sollen ortsansässige Firmen ausführen. Mit der Fertigstellung des Neubaus sei frühestens im Sommer 2023 zu rechnen.

Laut Hundt werden die altersgerechten Wohnungen eine Größe von 40 Quadratmetern haben. Gedacht seien sie für Senioren, die dann auch die benachbarte Tagespflege des DRK nutzen können. Eine Pflegestufe sei aber „keine zwingende Bedingung“, um eine Wohnung zu erhalten. Der Vorstandsvorsitzende gibt für das Projekt als „grobe Kostenschätzung“ rund vier Millionen Euro an. Davon werde der DRK-Kreisverband etwa 500.000 Euro selbst finanzieren, und die Restsumme komme aus Krediten. Durch den Neubau sollen fünf neue Arbeitsplätze entstehen. Derzeit beschäftigt der DRK-Kreisverband laut Christian Hundt 82 Mitarbeiter.

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