1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Beetzendorf-Diesdorf

Baustart für Rohrberger Tagespflege verschiebt sich auf 2023

Erstellt:

Von: Christian Reuter

Kommentare

Baugrundstück
Die alte Brennerei in Rohrberg ist längst abgerissen, die Fläche vom Schutt beräumt, inzwischen wuchert das Unkraut. Auf dem Gelände an der Bundesstraße 248 plant der DRK-Kreisverband Altmark West den Neubau einer Tagespflege mit altersgerechtem Wohnen. Der Baustart verschiebt sich auf 2023. © Christian Reuter

Der Bau der Wohn- und Pflegeeinrichtung in Rohrberg durch den DRK-Kreisverband Altmark West verzögert sich weiter. Zwar liege seit März dieses Jahres die Baugenehmigung vor, aber der Baustart sei frühestens für das erste Quartal 2023 geplant, teilte Christian Hundt, Vorstandsvorsitzender des Verbandes mit Sitz in Klötze, am Mittwoch, 7. September, auf AZ-Nachfrage mit.

Rohrberg. Die alte Brennerei an der B 248 in Rohrberg ist längst abgerissen und damit ein großer Schandfleck verschwunden (AZ berichtete). Das Gelände wurde vom Schutt beräumt. Inzwischen wuchert allerdings an vielen Stellen bereits wieder das Unkraut. Aber wohl nur vorübergehend.

„Derzeit läuft die Planung für die Ausschreibung der Bauleistungen. Die Ausschreibung soll im Dezember erfolgen“, erklärte Hundt. Mit einem Baustart noch in diesem Jahr, von dem er noch im Januar ausgegangen war, werde es aber nichts mehr. Nun sei der Baubeginn für das erste Quartal 2023 vorgesehen.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: „Wir bekommen eine Förderung der staatlichen KfW-Bank und hatten Glück, dass wir den Zuschlag noch erhalten haben“, freute sich Hundt. Denn es habe bundesweit nur ein Budget von einer Milliarde Euro zur Verfügung gestanden. Der DRK-Kreisverband könne mit rund 400.000 Euro rechnen. Mit dem Programm (KfW EH-40 plus) werde das energiesparende Bauen gefördert. EH-40 bedeutet, dass ein nach diesem Standard gebautes Gebäude nur 40 Prozent der Energie verbraucht, die ein Referenzhaus benötigt. Ursprünglich habe man in Rohrberg mit KfW EH-55 geplant, doch dann sei der Energiestandard erhöht worden.

Der DRK-Kreisverband will nach Aussage von Christian Hundt auf dem rund 8700 Quadratmeter großen Grundstück einen Neubau in L-Form mit 22 altersgerechten Wohnungen und 15 Tagespflegeplätzen errichten. Die Energieeffizienz werde durch die Installation einer Fotovoltaik-Anlage mit 240 Modulen auf dem Dach des Wohngebäudes erreicht, kombiniert mit einer Gas-Wärme-Pumpe (Gastherme mit 34 KW), weil die Sonne bekanntlich nicht immer scheint, erläuterte Hundt.

Die steigenden Preise machen auch vor dem Bauvorhaben des DRK-Kreisverbandes Altmark West nicht halt. „Wir hatten anfangs Baukosten von rund vier Millionen Euro geplant, liegen nun aber bei etwa 4,5 Millionen Euro. Dabei haben wir baulich schon einiges abgespeckt“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Und fügte noch hinzu: „Wir müssen genau aufpassen, dass wir uns dabei nicht übernehmen. Aber wir müssen jetzt auch mal loslegen, denn billiger wird es nicht mehr.“

Von den Baukosten werde der DRK-Kreisverband 500.000 Euro selbst finanzieren, die Restsumme komme aus Krediten.

Auch interessant

Kommentare