Reservierung für Baugrundstücke nur noch drei Monate

Interessenten für Dähre müssen sich schneller entscheiden

Baugrundstück
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Baugrundstücke sind besonders bei jungen Familien sehr gefragt. Nun hat der Dährer Gemeinderat die bisherige Praxis der Reservierung stark eingeschränkt.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
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Ein eigenes Haus ist der Traum vieler junger Familien. Wenn man bauen will, ist dafür ein Grundstück zwingend notwendig. In der Gemeinde Dähre war es bisher gängige Praxis, dass sich Interessenten ein Baugrundstück reservieren konnten. Dies ist zwar auch weiterhin möglich, allerdings nur noch eingeschränkt, hat der Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung entschieden.

„Was meint Ihr zum Thema Reservierung von Baugrundstücken?“, wollte Dähres Bürgermeister Bernd Hane von seinen Ratsmitgliedern wissen. „Nur einmalig und auch nicht so lange“, gab ein Ratsherr seine Meinung wieder. Die aber nicht jeder teilte. Denn der stellvertretende Bürgermeister Harald Heuer sagte: „Ich bin dagegen. Es gibt keine Reservierungen mehr.“ Schließlich koste der Quadratmeter Bauland in Dähre nur 19 Euro, da sei keine Reservierung notwendig.

Hane erklärte, die Praxis des Reservierens von Baugrundstücken, also ein Vorkaufsrecht für Interessenten, gebe es nur in Dähre. Ein Ratsherr war dafür, dass dies auch so beibehalten wird. „Es sind ja alles junge Leute, die sollten wir nicht vor den Kopf stoßen“, sagte er.

Nach der Diskussion lagen dem Gemeinderat zwei Anträge zur Abstimmung vor. Der erste Antrag sah vor, dass es keine Reservierungen mehr geben soll. Beim zweiten Vorschlag wurde eine Reservierung unter Vorbehalt für maximal drei Monate genannt. „Und wenn ein zweiter Interessent kommt, muss der erste Farbe bekennen. Tut er dies dann nicht, so ist sein Recht erloschen“, erläuterte Bernd Hane. Für diesen zweiten Antrag stimmten neun Ratsmitglieder, drei waren dagegen. Damit war eine Abstimmung zum ersten Antrag nicht mehr nötig.

Weitere Baugebiete seien in der Gemeinde Dähre nicht geplant, teilte der Bürgermeister auf AZ-Nachfrage mit. „In den 17 Ortsteilen gibt es noch genug vakante Grundstücke und daher keinen Bedarf für weitere Baugebiete“, sagte Hane.

Die Ratsfrau Kerstin Fritzlar erkundigte sich während der Sitzung nach der neuen Straßenbeleuchtung, die für die Gemeinde vorgesehen ist. „Die Ausschreibung soll demnächst fertig sein. Die Mitarbeiter im Bauamt sind ganz schön überarbeitet“, antwortete der Bürgermeister.

„Vielleicht sollten wir uns mal eine Referenzgemeinde anschauen, wo es Solarlampen gibt“, schlug Hane vor. Diese Lampen würden ständig mit vier Watt leuchten und nur, wenn jemand vorbeikommt, auf eine Stärke von 20 Watt schalten. Für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf stromsparende LED-Lampen hatte die Gemeinde 20.000 Euro im Haushalt eingeplant.

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