Große Schäden durch landwirtschaftliche Fahrzeuge in Dankensen / Etliche weitere Dörfer betroffen

Bankette im Ort zerfahren

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Im Diesdorfer Ortsteil Dankensen gibt es etliche zerfahrene Bankette. Die Einwohner sollen Verursacher direkt an das Ordnungsamt melden. Viele Bürger plädieren für eine Tonnage-Begrenzung, eine entsprechende Beschilderung und dann Kontrollen durch die Behörden. Fotos (3): Zuber

Dankensen. Die Straßen in und um den Diesdorfer Ortsteil Dankensen gleichen beinahe einem Schlachtfeld. Die Bankette im Ort sind vielerorts komplett zerfahren. Im aufgeweichten Untergrund zeichnen sich tiefe Reifenspuren ab.

Matsch und Schmutz begleitet die Fahrbahnen und Gehwege.

Große Schäden durch schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge in Dankensen sind aus Sicht des Einwohners Uwe Hartmann dafür der Grund. Rüben und auch Silage sind in den vergangenen Tagen und Wochen abtransportiert worden. „Doch für diese schweren Lasten sind unsere Straßen und auch der Untergrund gar nicht ausgelegt“, argumentiert Hartmann im AZ-Gespräch.

Auch die kommunalen Straßen rings um Dankensen sehen nach der Ernte nicht besser aus. In Ermangelung an Ausweichbuchten fuhren die großen Fahrzeuge auf die zumeist unbefestigten Bankette und richteten dabei erhebliche Schäden an. Doch soll die Kommune nun die Zeche dafür bezahlen und die Verursacher ungestraft davon kommen lassen?

„Die ließen sich schon ermitteln“, weiß Uwe Hartmann. Doch der Dankensener geht noch weiter: „Wir brauchen im Ort eine Tonnage-Begrenzung, eine entsprechende Beschilderung und dann Kontrollen durch die Behörden“, so Hartmann. Dann nämlich müsste der Schwerlastverkehr auf die Kreisstraßen ausweichen. Einige Rübenlaster haben ein Gewicht von 40 bis 56 Tonnen. „Das können unsere kommunalen Straßen nicht lange aushalten. Damals beim Bau hatte ich mich für Bordsteine als Straßenbegrenzung stark gemacht, doch sie kamen nicht“, erinnert sich Hartmann.

Bordsteine, so hieß es, hätten zumindest einige Fahrzeugführer daran gehindert, die Straßen zu überfahren. Nun plädiert Uwe Hartmann auf eine Tonnage-Begrenzung von fünf Tonnen. Die AZ sprach zu dem akuten Problem mit Diesdorfs Bürgermeister Fritz Kloß: „Ja, die Bankette sehen wegen der Nässe schlecht aus. Wichtig ist, dass die Bürger die Verursacher melden“, so Kloß.

Vielfach seien nicht die örtlichen Landwirte, sondern Subunternehmer oder sogenannte Lohnunternehmen die schwarzen Schafe, so der Ortschef. Die Bürger sollen Schäden laut Fritz Kloß direkt an Sabrina Schrader melden, die bei der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf für Ordnungsangelegenheiten zuständig ist. Sabrina Schrader ist unter Tel. (03 902) 93 80 70 zu erreichen. Mailkontakt s.schrader@vg-beetzendorf.de. Hilfreich ist das Notieren des Kennzeichens des Fahrzeuges beziehungsweise Beweisfotos.

Von Kai Zuber

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