Das Beseitigen des Altreifenlagers Altensalzwedel steht unmittelbar bevor

Bald ist es vorbei

Seit Jahren stören sich die Altensalzwedeler an „ihrem“ Altreifenlager. Ein Ende ist in Sicht: Nach derzeitigem Stand wird im Juli eine Firma mit der Entsorgung beauftragt. Foto: Archiv

Altensalzwedel. Seit Jahren ärgern sich die Altensalzwedeler über das Altreifenlager vor ihrer Haustür – und fürchten es, denn falls es dort zu einem Brand kommen sollte, wäre das eine Katastrophe, für die der Altmarkkreis extra Evakuierungspläne entwarf.

Doch ein Ende ist in Sicht: Das Landesverwaltungsamt hat das Beseitigen der noch vorhandenen Reifen seit Dienstag öffentlich ausgeschrieben. „Die Vergabe erfolgt dann voraussichtlich im Juli, dann wissen wir, welche Firma dort die Altreifen beräumen wird“, berichtet Detlef Thiel, Pressesprecher des Landesministeriums für Landwirtschaft und Umwelt auf AZ-Nachfrage. Und zwar alle Reifen – nicht so wie 2012 knapp die Hälfte. Das hatte für großen Unmut im Ort und der Gemeinde Apenburg-Winterfeld gesorgt, auch deshalb, weil vom bereitgestellten Geld (150 000 Euro) nur gut die Hälfte ausgegeben wurden, wofür die Altmärker kein Verständnis zeigten. Das Landesverwaltungsamt nahm dazu wie folgt Stellung: „Bei der letzten Zuweisung wurden zur Beräumung der vorgesehenen Flächen zum Zwecke des Brandschutzes weniger Mittel verbraucht. Eine Übertragung der Mittel für andere Maßnahmen war nicht möglich, weil diese Mittel zweckgebunden waren.“

„Finanziert wird das Entsorgen durch 75 000 Euro vom Land und 20 000 Euro vom Altmarkkreis“, erklärt Detlef Thiel, „dann können wir hoffentlich dieses leidige Kapitel abschließen, was uns seit vielen Jahren beschäftigt.“ Das Entsorgen 2012 und 2013 in Altensalzwedel sind Ersatzvornahmen, weil der Besitzer der Fläche zwar bekannt, aber nicht aufzufinden ist. Deshalb könne er nicht aufgefordert werden, die Gefahrenquelle zu beseitigen.

Der Besitzer wollte in den 90er Jahren am Ortsrand von Altensalzwedel alte Reifen recyclen. Bis zu 1800 Tonnen lagerten dort, 2012 wurden 700 Tonnen auf Veranlassung des Landesverwaltungsamtes beräumt. So wurden Brandschutzgassen angelegt.

Von Steffen Hamann

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